Der Königsberger Stadtteil Junkersdorf feierte ein Dreifach-Jubiläum: 150 Jahre Feuerwehr, 75 Jahre Gesangverein und 60 Jahre Posaunenchor . Bei dieser Gelegenheit wurde das neue Feuerwehrauto von Dekanin Anne Salzbrenner und Pfarrer Peter Hohlweg geweiht.

Dass eine Ortschaft drei besondere Jubiläen im selben Jahr am gleichen Wochenende feiert, ist nicht alltäglich. So aber in Junkersdorf. Begangen wurde das 150jährige Bestehen der Feuerwehr, 75 Jahre Gesangverein und 60 Jahre Posaunenchor .

Begonnen wurde am Freitag mit einer großen Übung der Feuerwehr, an der neben der „Hauptfeuerwehr“ Königsberg und der Werkfeuerwehr Fränkische auch die Wehren oder Löschgruppen aus dem Königsberger Unterland teilnahmen, die für die Wasserversorgung und Absperrungen sorgten.

Schon nach kurzer Zeit wurde sowohl vom Boden als auch durch die Königsberger Feuerwehr von der Drehleiter aus und von der Werkfeuer Fränkische vom Hubsteiger im „Brandobjekt“, dem Hackschnitzelheizhaus der Nahwärme in Junkersdorf, ein „Feuer“ bekämpft.

Mit Atemschutzgeräten wurden zudem „Brandopfer“ aus einem verrauchten Anbau gerettet. Der Leiter der Aktion Kreisbrandmeister Peter Schüler konnte ein positives Ergebnis melden.

Ein gelungener Auftakt vor der Weihe des Feuerwehrfahrzeuges im Gottesdienst am Sonntagvormittag am Vereinsheim. Der wurde durch den Gesangverein und Posaunenchor von den weiteren Jubilaren gestaltet. Geleitet wurde er von Dekanin Anne Salzbrenner, Pfarrer Peter Hohlweg und Diakonin Sabine Dresel. Die Begrüßung hatte Pfarrer Hohlweg übernommen, der das Wort an Bürgermeister Johannes Burkard weitergab. Dieser, dessen eigenen Wurzeln in Junkersdorf verankert sind, gratulierte zu insgesamt 285 Jahren geballtem Ehrenamt, Kultur und Gemeinschaft mit den Worten: „Eine Gemeinschaft lebt nicht von dem was sie konsumiert, sondern von dem, was ihre Bürger bereit sind füreinander zu tun“.

Auch Dekanin Salzbrenner ging in ihrer Predigt auf die Gemeinschaft ein, denn weder die Feuerwehr, noch ein Gesangverein oder Posaunenchor bestehen aus Einzelkämpfern, denn „Menschen, die sich in diesen engagieren, leben vom Vertrauen aufeinander, dass man einander achtet. Jeder verlässt sich auf den anderen“.

60 Jahre aktiver Musiker

Dass dies auch in den beiden Jubelchören der Fall ist, das hörten die zahlreichen Besucher bei deren Vorträgen im Gottesdienst. Sowohl der Gesangverein unter der Leitung von Martin Willun als auch der Posaunenchor mit seinem Dirigenten Martin Scherer, dem Pfarrer Hohlweg eine Urkunde für 60 Jahre aktives Musizieren überreichte, bewiesen mit ihren musikalischen Vorträgen die harmonische Übereinstimmung.

Mit der Weihe des Feuerwehrfahrzeuges VW LT31 endete der schöne Jubiläumsgottesdienst in Junkersdorf. Ein gemeinsames Mittagessen und eine Tafel mit Kaffee und Kuchen rundeten den gelungenen Tag ab.

Martin Willun dirigierte den Jubelchor, der mit seinen Vorträgen den Gottesdienst musikalisch umrahmte.
Dekanin Anne Salzbrenner und Pfarrer Peter Hohlweg weihten das Feuerwehrauto der FF Junkersdorf.