Albert Hellwig ist sauer. Er ärgert sich über die Bepflasterung vor dem Eingang der Höchstadter VR Bank Am Graben 1. Die Spalten zwischen den Steinen sind sehr tief und extrem breit.

„Ich bin bereits mehrfach umgeknickt“, berichtet Hellwig. „Meine Schwiegermutter sitzt im Rollstuhl.“ Regel-mäßig gebe es Probleme, mit dem Rollstuhl in diesem Bereich voranzukommen, da sich die Räder verhaken. Seit anderthalb Jahren reiche er laut eigenen Angaben immer wieder Beschwerde beim Bauamt ein, damit die Fugen verfüllt werden.

„Im Februar dieses Jahres hätte eine Firma beauftragt werden sollen, doch nix ist passiert“, sagt Hellwig. Beim Ortstermin mit dieser Redaktion mühte sich eine junge Mutter vergebens ab, mit ihrem Kinderwagen über die Pflastersteine zu kommen. Schließlich gab sie auf und umfuhr den Bereich vor der VR Bank großzügig.

Beim Nachmessen stellen sich die Fugen zwischen den Pflastersteinen mit einer Tiefe von vier Zentimeter dar. Die Abstände zwischen den Steinen sind an vielen Stellen fünf bis sechs Zentimeter breit. Man mag sich nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn beispielsweise ein Gehstock in solch eine Spalte rutscht.

Auf Nachfrage bei Gerd Litz vom Höchstadter Bauamt teilte dieser mit, dass man um das Problem wisse. Auf die Frage, warum sich die Geschichte so lange ziehen würde, erwiderte er: „Das ist eine städtische Maßnahme, ich muss erstmal sehen, ob ich das zahlen kann.“

Es treffe zu, dass die Baufirma vor sechs Monaten beauftragt worden ist, den Bereich auszufugen, „aber die Firmen sind halt nicht gleich alle da und warten auf meine Geschichte.“ Litz erklärte, dass geplant sei, dass die Firma innerhalb der nächsten Wochen den Zugangsbereich der VR Bank ausfugen wird. Zudem versprach er, bei der Firma nachzuhaken, um sicher zu gehen, dass dies auch wirklich passiere.

Der Zugangsbereich zur VR Bank Am Graben 1 in Höchstadt weist tiefe Fugen zwischen den Pflastersteinen auf.
Diese sind teils vier Zentimeter tief. Britta Schnake