Die Kinderbetreuungssituation in Baiersdorf entschärft sich. Es sind nur noch acht Kinder über drei Jahren, die im Herbst einen Platz brauchen sowie vier Krippenkinder. Allerdings sind weitere fünf Kinder ab Januar angemeldet. Deshalb richtet die Stadt ab September eine altersgemischte Gruppe ein, die je nach Zuwachs auf zwei Gruppen aufgeteilt werden kann.
Sie wird bis zur Fertigstellung einer Kindertagesstätte in Containern auf dem Wellerstädter Spielplatz untergebracht. Dieser wurde schon während des Neubaus des Kindergartens Blumenstraße so genutzt.


Kauf- statt Mietcontainer

Nach einem Kostenvergleich der Verwaltung entschied sich der Rat mehrheitlich für den Kauf. Der Kaufpreis entspricht mit gut 580 000 Euro der Miete, wie sie im Zeitraum von vier Jahren anfällt. Solange werden die Container sicher gebraucht werden. Denn nicht nur die Stadt baut einen weiteren Kindergarten, auch die evangelische Kirche will ihre Einrichtung zumindest umbauen.
Ob die Container allerdings wirklich am 1. September schon stehen, ist noch offen. Das hängt von der Verfügbarkeit auf dem Markt ab. Falls nicht, so Bürgermeister Andreas Galster (CSU), muss die neue Gruppe für einige Wochen im Mehrzweckraum des Kindergartens Blumenstraße untergebracht werden.
Der Kindergartenneubau soll schnell erfolgen, hat sich der Stadtrat selbst vorgegeben. Das stadteigene Grundstück zwischen Igelsdorf und dem Stadtteil Hut - die schnellste Variante - war wegen der Lage mitten in der Flur verworfen worden. Die Verwaltung fragte deshalb in den vergangenen Wochen bei etlichen Grundbesitzern an, ob sie ihre Flächen dazu verkaufen würden. Die Antworten waren überwiegend positiv. Galster stellte die möglichen Standorte vor. Vom Zeitrahmen her scheiden die Grundstücke des Evangelischen Siedlungswerks östlich des Reichelgrundstücks in der Hut aus. Zwar will sie die gemeinnützige Organisation ihren Besitz entwickeln, braucht dazu aber noch mehrere Jahre. Galster sieht hier keine Fertigstellung des Kindergartens innerhalb von fünf Jahren. Das Gleiche gilt für ein Grundstück gegenüber der Senivita-Einrichtung. Hier verhandelt ein Investor, der einen Kindergarten in den Geschossbau integrieren will, noch mit den Eigentümern. Die kommunale Grünfläche neben dem Kreisverkehr Richtung Hagenau reicht von der Fläche her aus. Sie stellt aber wegen der Straßennähe eine architektonische Herausforderung dar. Dazu kommt noch die Belastung durch den Verkehr.Das gibt es bei einem zum Verkauf stehenden Grundstück am Birkenweg in Igelsdorf nicht. Es liegt im Geltungsbereich des Flächennutzungsplans, so dass ein Verfahrensteil für die Baugenehmigung entfällt. Um das Gelände an die Straßen anzubinden, müsste der teilweise schon bebaute Birkenweg bis zur alten Kreisstraße am Südrand der Hut verlängert werden. Damit könnte auch ein Teil des Siedlungswerks-Geländes erschlossen werden. Mit 15 zu vier Stimmen beschloss der Rat, diese Option weiter zu verfolgen.