Zum ersten Mal fand in der Nüdlinger Werkstatt der Lebenshilfe Schweinfurt an einem Samstag eine „Sonderschicht“ statt, bei der die Arbeitsplätze der Mitarbeitenden bei laufendem Betrieb besichtigt werden konnten. Das Team der Nüdlinger Werkstatt rund um Werkstattleiter Christian Kleinhenz initiierte die Veranstaltung als Testprojekt – mit großem Erfolg.

Den interessierten Gästen wurde ein buntes Programm geboten. Besucherinnen und Besucher sowie Angehörige erhielten Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeitenden und konnten sich vor Ort ein umfassendes Bild machen. Für das leibliche Wohl war gesorgt: Neben Kaffee und selbstgebackenem Kuchen bot die Feuerwehr Haard Grillspezialitäten und Pizza an. Der Förderverein OBA – Offene Behinderten Arbeit – informierte über seine Arbeit.

Angebote wie Kinderschminken und Glitzertattoos waren sehr beliebt bei Jung und Alt. Für musikalische Stimmung sorgte die Live-Band „Blood Brothers“. Zudem konnten die in der Lebenshilfe hergestellten Produkte und Werkstücke bestaunt und direkt erworben werden. Die Einrichtung weist darauf hin, dass viele dieser dekorativen und praktischen Artikel auch unabhängig von Veranstaltungen während der regulären Öffnungszeiten erhältlich sind.

Das besondere Highlight war der Auftritt der Bauchtanzgruppe „Nüdlinger Zuckerpuppen“ unter der Leitung der Bad Kissingerin Christina Scheit. Mit einer mitreißenden Darbietung und charmanten Moderationen begeisterte die Gruppe das Publikum. So wurde unter anderem ein hawaiianisch inspirierter Tanz zu einem Lied aus dem Film „Lilo & Stitch“ präsentiert – eine Geschichte über Anderssein und Zusammenhalt. Bei „Zoomania“ schwangen die Tänzerinnen und Tänzer ausgelassen die Hüften. Besonders beim Abschlusslied „Magic in the Air“ war die Begeisterung deutlich spürbar.

Das Publikum wurde aktiv eingebunden: Mit Glitzer-Pompons ausgestattet, tanzten viele ehemalige Tanzmitglieder gemeinsam mit der Gruppe. Auch zahlreiche weitere Zuschauer aus dem Publikum fanden den Weg auf die Tanzfläche. Selbst Werkstattleiter Christian Kleinhenz ließ es sich nicht nehmen, mitzutanzen.

Genau diese Momente machten den Tag der offenen Tür zu etwas Besonderem: das Miteinander, die Begeisterung und die spürbare Gemeinschaft. Tanzende, Zuschauende, Familienangehörige und Mitarbeitende – alle wurden Teil einer Atmosphäre voller Lebensfreude. Der Tag zeigte eindrucksvoll, was Teilhabe bedeutet: füreinander da sein, miteinander erleben und gemeinsam feiern. Christina Scheit