Einen besonderen und lehrreichen Vormittag erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b der Johannes-Petri-Grundschule. Sie besuchten die Freiwillige Feuerwehr Fuchsstadt und erhielten spannende Einblicke in die vielseitige Arbeit der Einsatzkräfte.
Mit großem Interesse verfolgten die Kinder verschiedene Experimente und konnten ihr erworbenes Wissen aus dem Unterricht gut mit dem dort Gesehenen verknüpfen. So wurde zum Beispiel anschaulich demonstriert, wie die drei Bedingungen des Verbrennungsdreiecks Entzündungstemperatur, Brennmaterial und Sauerstoff die Grundlage für einen Brand bilden.
Ein weiteres wichtiges Thema war der Notruf. Die Feuerwehrmänner K. Kippes, M. Kippes, A. Lebsack, T. Tully und M. Heid hatten im Vorfeld die Leitstellen informiert, dass es sich um einen Probealarm handelte. Dann setzten die Kinder einen echten Notruf ab und erfuhren, welche Informationen dabei besonders wichtig sind. Zudem wurde gezeigt, wie Leitstellen arbeiten und Einsätze koordiniert werden.
Natürlich durften auch die Feuerwehrfahrzeuge nicht fehlen. Die Kinder lernten die verschiedenen Feuerwehrautos kennen, inklusive Sirene und Blaulicht, und erfuhren, welche Aufgaben die verschiedenen Geräte an Bord haben. Besonders beeindruckend waren die technischen Daten: Die Pumpe eines der Fahrzeuge fördert bis zu 3000 Liter Wasser pro Minute und der am Fahrzeug angebrachte mobile Löschwasserfaltbehälter könnte im Notfall rund 5000 Liter Wasser fassen.
Auch die Schutzkleidung der Feuerwehr wurde vorgestellt und anprobiert. Die Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass eine komplette Ausrüstung mit Atemschutz bis zu 50 Kilogramm wiegen kann – allein das Atemschutzgerät bringt bereits 20 bis 25 Kilogramm auf die Waage.
Am Ende stand noch ein Highlight auf dem Programm. Ein Tannenbaum wurde kontrolliert entzündet, um zu demonstrieren, wie rasch sich ein Brand ausbreiten kann: Nach etwa 20 Sekunden stand er bereits lichterloh in Flammen. Die Wärmebildkamera zeigte dabei beeindruckende 450 Grad Celsius an.
Den krönenden Abschluss dieses Ausflugs bildete die Heimfahrt. Alle Schüler und Schülerinnen wurden nämlich mit den zuvor bestaunten Feuerwehrfahrzeugen zur Schule zurückgebracht. Als kurz vor der Einfahrt auf den Pausenhof auch noch Blaulicht und Martinshorn zum Einsatz kamen, hätten die Augen der Schülerinnen und Schüler nicht stärker leuchten können.
Brigitte Dehe, Johannes-Petri-Grund- und Teilmittelschule