Neben den örtlichen Genossen konnte Nüdlingens SPD-Ortsvorsitzender Volker Schäfer in der Jahresversammlung die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (SPD) begrüßen. In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr stellte er fest, dass es von der Kommunalwahl geprägt war. Man habe einen starken Wahlkampf geführt mit klaren Wahlaussagen. Nach umfangreichen Gesprächen mit dem Vorstand und mit seiner Familie habe er sich entschieden, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren und eine Liste mit 16 Kandidaten für den Gemeinderat zusammengestellt.

Zum ersten Mal hatten die Bürgerinnen und Bürger in Nüdlingen die Wahl zwischen drei Bewerbern. Die Wahl sei fair und ohne Vorkommnisse über die Bühne gegangen. In Versammlungen und vielen persönlichen Gesprächen habe man versucht, die Wählerinnen und Wähler von den eigenen Vorstellungen zu überzeugen. Die SPD-Fraktion habe sich von zwei auf vier Mandate verdoppelt. Leider habe er es wegen fehlender 13 Stimmen nicht in die Bürgermeister-Stichwahl geschafft, so Volker Schäfer. Das sei für ihn und viele andere so nicht zu erwarten gewesen.

Volker Schäfer ging dann auf die Arbeit im Gemeinderat ein. Der Neubau der Schule komme gut voran, fast alle Gewerke lägen unter der Kostenschätzung. Solange die Baumaßnahme noch nicht abgeschlossen ist, heiße es sparen und jede Ausgabe zu hinterfragen. Der Kindergarten mit Krippe in Haard, für den die Gemeinde die Trägerschaft übernommen habe, sei bereits im Januar in Betrieb genommen worden. Der Lebensmittelmarkt lasse mangels Investor auf sich warten. Nüdlingen brauche aber einen zuverlässigen Nahversorger.

Der neue Mobilfunkmast sei am Schlossberg immer noch nicht gebaut. Der neue Gemeinderat und die neue Bürgermeisterin müssten bei der Telekom weiter Druck machen.

Schriftführerin Antje Dörr verlas das Protokoll der letzten Sitzung, Kassier Manfred Hein erläuterte den Kassenbericht und Kassenprüfer Heiner Memmel bestätigte eine geordnete Kassenführung. Die Mitglieder erteilten einstimmig Entlastung.

Als Delegierte zum Unterbezirk wurden Antje Dörr und Albrecht Hofmann gewählt.

SPD-Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar dankte den Genossen für ihren Einsatz bei der Kommunalwahl und berichtete von der Arbeit im Deutschen Bundestag. Der Krieg in der Ukraine und im Iran bringe die ganze Weltwirtschaft ins Wanken und lasse die Spritpreise ins Unermessliche steigen, so Dittmar. Dazu komme noch, dass in den USA ein unkalkulierbarer Präsident regiere, der sein „Unwesen“ treibe. Eine rege Diskussion schloss sich an.