Steffen Hörtler ist bei der Landesdelegiertenversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft mit 100 Prozent der Stimmen in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt worden. Für Hörtler beginnt damit bereits die dritte Amtsperiode. Eine Amtszeit dauert jeweils sechs Jahre, heißt es in einer Pressemitteilung.

Großes Vertrauen der Delegierten

Die Wiederwahl mit einem einstimmigen Ergebnis unterstreicht das große Vertrauen der Delegierten in seine bisherige Arbeit und sein Engagement für die Anliegen der Sudetendeutschen. In seiner Dankesrede zeigte sich Hörtler bewegt: „Ich danke den Delegierten für dieses eindrucksvolle Vertrauen. Das einstimmige Votum ist für mich Ansporn und Verpflichtung zugleich, die Arbeit für unsere Volksgruppe mit ganzer Kraft fortzusetzen.“

Zu den ersten Gratulanten in Erding zählten die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin Ulrike Scharf, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, Bernd Posselt. Ihre Teilnahme unterstreicht die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Sudetendeutschen Landsmannschaft weit über die eigene Gemeinschaft hinaus.

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft ist die Interessenvertretung der Sudetendeutschen, jener Deutschen, die bis 1945 in Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien lebten und nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben wurden. Sie setzt sich für die Bewahrung des kulturellen Erbes, die Pflege von Traditionen, die Förderung der Verständigung zwischen den Völkern sowie für die Erinnerung an Flucht und Vertreibung ein. Zugleich engagiert sie sich für ein friedliches und geeintes Europa auf der Grundlage von Verständigung und Versöhnung.

Mit seiner erneuten Wahl bekräftigt die Landsmannschaft ihren Kurs der Kontinuität und des Dialogs. Steffen Hörtler kündigte an, auch künftig Brücken bauen und insbesondere die jüngere Generation stärker für Geschichte, Kultur und europäische Verständigung begeistern zu wollen. red