Im Mittelpunkt der Tagung des Fußballkreises Rhön standen die Regeländerungen sowie Änderungen in der Spielordnung, die seit dem 1. Juli in Kraft getreten sind. Da war es gut, dass Kreisspielleiter Andre Nagelsmann im Sportheim der SV-DJK Premich die Vertreter fast aller Kreisvereine begrüßen konnte. Der Bericht des Kreisspielleiters fiel positiv aus. „Die Saison 2025/26 verlief weitestgehend problemlos.“ Im gleichen Sinn äußerten sich Junioren-Kreisspielleiter Michael Moritz sowie Kreis-Schiedsrichterobmann Harald Schreiber, der fast schon notorisch darauf hinwies, dass das schwarze Trikot dem Referee vorrangig zusteht, die Vereine den Referees Laptops und nicht Handys zwecks Datenerfassung zur Verfügung stellen und auf die vielen jungen Schiedsrichter Rücksicht nehmen sollten.
Kurz und bündig fielen auch die Berichte des Kreisehrenamtsbeauftragten Rainer Lochmüller sowie von Janine Schoch aus. Die neue Kreisbeauftragte für den Frauen- und Mädchenfußball machte darauf aufmerksam, dass sich Mannschaften noch bis zum 15. Juli bei ihr für den Spielbetrieb anmelden könnten.
Daniel Karch, Lehrwart der Schiedsrichtergruppe Bad Neustadt, referierte über Regeländerungen. So gilt für Ein- und Auswechslungen die 10-Sekunden-Frist samt einer drohenden Wartezeit von einer Minute für den Einwechselspieler. Bei Einwürfen ist eine 5-Sekunden-Frist zu beachten bei Verstoß bekommt der Gegner das Einwurfsrecht. Eine zu lange Abstoßzeit des Keepers wird mit einem Eckball für den Gegner geahndet.
Änderungen gibt es auch bei der Vorteilsregel: Ein falscher Einwurf wird nicht wiederholt, wenn das gegnerische Team in Ballbesitz kommt. Neu ist, dass ein Spieler nicht mehr verwarnt wird, wenn der Gegner aus dem Foul heraus einen Vorteil hat oder ein Tor erzielt wird. Wie bei der Weltmeisterschaft, muss ein verletzter Spieler nach Behandlung für eine Minute vom Feld. Es sei denn, dass der Gegner die Verletzung verursacht hat, die mit der gelben oder roten Karte bestraft wurde. Der Spieler kann nach Ablauf einer Minute auf den Rasen zurückkehren, ohne dass eine Spielunterbrechung abgewartet werden muss.
Die Zeitstrafe ist sowohl im Herren- wie auch Juniorenbereich abgeschafft. Die Änderungen in der Spielordnung, die der stellvertretende Bezirksspielleiter Gottfried Bindrim vortrug, betreffen zunächst krankheitsbedingte Spielabsagen, wobei die Absage nur möglich ist, wenn lediglich zwölf Spieler am Spieltag einsatzfähig sind. Für kranke Spieler muss ein Attest vorgelegt werden, Langzeitverletzte Spieler werden nicht berücksichtigt.
Der Live-Ticker ist nun auch bei Kreisliga-Partien Pflicht, bei Verstoß droht eine Geldbuße von 30 Euro. Bei viermaligem Nichtantritt wird der Verein aus dem Spielbetrieb genommen und steht als Absteiger fest. Sollte ein Verein auf die ihm zustehende Liga verzichten wollen, so ist dies einen Tag nach dem letzten regulären Spieltag zu erklären. Weitere Änderungen, die insbesondere den Paragrafen 34 der Spielordnung (Einsatz von Spielern höherklassiger Mannschaften bei unterklassigen) betreffen, können auf der Homepage eingesehen werden.
Andre Nagelsmann wies auf die mit Spannung erwartete Auf- und Abstiegsregelung hin, vertröstete die Anwesenden dahingehend, dass die Regelung in den nächsten Tagen auf der Homepage veröffentlicht wird. Kostenlose Spielverlegungsanträge ohne Zustimmung des Gegners sind ausschließlich online bis zum 12. Juli möglich, ab dem 13.7. online nur mit Zustimmung des Gegners. Spielabsagen seien spätestens fünf Stunden vor dem Anpfiff mitzuteilen. Ein leidiges Thema könnte wieder die Durchführung der Hallenmeisterschaft werden. „Da suche ich noch Veranstalter und bitte um möglichst zahlreiche Teilnahme der Vereine“, so Nagelsmann.