Ein 73-Jähriger hat am Sonntagmittag einen hohen fünfstelligen Betrag an eine unbekannte Abholerin übergeben, wie die Polizei berichtet. Nach ersten Erkenntnissen rief ein vermeintlicher Polizeibeamter den Mann gegen 13 Uhr an und behauptete, sein Anwesen stehe auf einer Liste von potenziellen Einbruchsobjekten. Daraufhin sollte der Rentner seine Wertgegenstände angeblich zum Schutz an die Polizei übergeben. Im weiteren Verlauf tauchten zwei Abholer – ein Mann und eine Frau – auf, nahmen die Wertgegenstände entgegen und flüchteten anschließend. Die Polizei beschreibt den männlichen Abholer als etwa 21 Jahre alt, mit dunklem Teint und dunklen Haaren, dunkler Kleidung und mit Akzent sprechend. Die Frau sei ungefähr 160 Zentimeter groß, habe dunkle Haare und trug einen grauen Pullover . Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 0931/457-1732 entgegen. Wie aus dem Bericht der Polizei hervorgeht, blieb es in vier weiteren Fällen im Bereich Hammelburg am selben Tag beim Versuch; ein finanzieller Schaden entstand dabei nicht.
Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern, die ihre Maschen in Variationen immer wieder auch an bekanntes Tagesgeschehen anpassen. Es wird unter anderem empfohlen: Bei verdächtigen Anrufen auflegen, die Notrufnummer 110 wählen und bei der Polizei nachfragen. Die Polizei weist niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben. Weder Polizei noch Justiz werden niemals jemanden telefonisch auffordern, Geld zu überweisen. Es sollten keine Geldbeträge an Fremde übergeben werden. Auch die Polizei holt an der Haustür keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen. Die Täter können mittels Call-ID-Spoofing jede Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl), heißt es weiter in der Pressemitteilung der Polizei . pol