Das Pfingstmärktle kann mit einem Rekord an neu angemeldeten Ausstellern aufwarten, schreibt der Veranstalter, die Vereinsgemeinschaft Ebenhausen. Die ohnehin große Auswahl an ausschließlich selbst gemachten Waren werde damit noch größer.

Neben diversen Kleidungs- und Schmuckstücken können Besucher auf dem Kunsthandwerkermarkt Dekoartikel – auch aus Beton und Holz – erwerben. Hinzu kommen Haushaltsartikel wie Bürsten, Besen sowie Garten- und Wohnaccessoires. Am direkt anschließenden Bauernmarkt rund um den Schlossplatz können sich die Besucher mit selbst hergestellten Lebensmitteln eindecken. Die Vereinsgemeinschaft Ebenhausen organisiert zudem ein Rahmenprogramm.

Oldtimertreffen

Start des 9. Kunsthandwerk- und Bauernmarktes im historischen Altort ist am Sonntag, 24. Mai, um 11 Uhr am Kirchplatz. Um 11.15 Uhr gibt die Blaskapelle Ebenhausen am Schlossplatz ein Platzkonzert. Dazu wird ein Weißwurstfrühstück serviert. Eine Ballonkünstlerin setzt kostenlos Luftballons für die kleinen Besucher in Szene. Außerdem wird der Markt musikalisch durch einen umherziehenden Drehorgelspieler bereichert.

Zum dritten Mal in Folge bietet die Vereinsgemeinschaft Ebenhausen in diesem Jahr wieder parallel zum Markt ein Oldtimer-Treffen an. Wer sich dafür anmelden möchte, schreibt eine E-Mail an florian-herold@gmx.net. Es ist aber auch eine spontane Teilnahme möglich. Ab 11 Uhr werden dann am Schulhof eine bunte Mischung motorisierter Oldtimer und Traktoren gezeigt.

Die Museen haben geöffnet

Um 14 Uhr tritt die Kindertrachtentanzgruppe am Kirchplatz auf, bevor um 15 Uhr am Schlossplatz der Männergesangverein singt. Den Abschluss bildet um 16 Uhr ein Platzkonzert der „Notenkiller“, dem Nachwuchsorchester der Blaskapelle, ebenfalls am Schlossplatz.

Am Festsonntag haben das Heimatmuseum und das John-Bauer-Museum von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Während des Marktes ist der Eintritt in beide Museen frei. Zu sehen ist am Schlossplatz auch das „Rad der Zeit“. Wenn die Temperaturen steigen, verspricht ein Gang durch das Kneippbecken Abkühlung.

Entlang der Straßen ist jede Menge geboten: In der Schlossstraße servieren die Musiker der Blaskapelle Ebenhausen Käseplootz und Matjes-Brötchen aus Emden. Die Spezialität der Ministranten ist Eiscreme.

Cocktails gibt es bei „Setos Cocktailbar“. Der FCSH Ebenhausen bietet Plootz und Hähnchen an. Auch der SAC Ebenhausen ist wieder dabei und verkauft Fischbrötchen.

Beim Kindergarten gibt es Kaffee und Kuchen. Wer es italienisch mag, greift zu Pizza beim TSV Ebenhausen. Steak und Bratwurst werden am Stand der Freiwilligen Feuerwehr angeboten, die Kegler grillen Spanferkel, und im Backhaus wird Holzofenbrot gebacken.

Märkte haben in Ebenhausen eine lange Tradition: Im Jahr 1353 erwarb Bischof Albert die Stadt und das Schloss Ebenhausen von Herrn Bertholden, dem Grafen zu Henneberg. Damit gehörte Ebenhausen zum Hochstift Würzburg und erhielt wenig später durch König Karl das Stadt- und Marktrecht – samt dem Recht, Zölle zu verlangen. Die adeligen und bürgerlichen Amtmänner nutzten diese Rechte bis 1802 als zusätzliche Einnahmen.

1988 wiederbelebt

Als Ebenhausen bayerisch wurde, blieb das Marktrecht offensichtlich erhalten, denn auch nach dem Zweiten Weltkrieg fanden noch Markttage statt. Das Marktfest, das zwischenzeitlich eingeschlafen war, wurde schließlich 1988 im Rahmen der 1200-Jahrfeier wiederbelebt und findet seitdem regelmäßig statt. red