Die Kirche St. Kilian in Bad Staffelstein ist mehr als 500 Jahre alt und erhält derzeit eine Außensanierung. Besonders das Schieferdach weist erhebliche Schäden auf. Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf fast 2,5 Millionen Euro und die Spendenbereitschaft in der Bevölkerung ist hoch.

Mit dem Verkauf von personalisierten Schieferplatten werden Spenden für die Restaurierung der Kirche St. Kilian gesammelt. Bis zum 31. Dezember 2025 sind insgesamt 88.756,15 Euro für die Sanierung von St. Kilian eingegangen, davon 8510 Euro durch die Spende von gravierten Schieferplatten, heißt es in einer Pressemitteilung. Doch was bewegt die Menschen konkret dazu, sich für die Sanierung von St. Kilian zu engagieren? Für viele ist die Kirche mehr als nur ein Gebäude, sondern ein Ort, an dem wichtige Lebensereignisse stattgefunden haben. „St. Kilian ist meine Heimatkirche, hier haben meine Frau und ich geheiratet“, erzählt Günter Lienert: „Bei einer Spende hier vor Ort sehe ich direkt, wo das Geld ankommt.“

Hochzeit und Taufe in St. Killian

Elvira und Kurt Flieger wurden 1977 in St. Kilian getraut, ihre Kinder hier getauft. Entsprechend selbstverständlich war für sie die Beteiligung: „St. Kilian ist für uns ein Ort, an dem wichtige Familienereignisse stattgefunden haben. Das möchten wir mit unserer Spende würdigen.“

Für andere steht der Gedanke des Erinnerns im Vordergrund. Anna Maria Krappmann widmete eine Schieferplatte ihrem verstorbenen Ehemann. Marius ließ die Namen seiner verstorbenen Eltern sowie eines Großonkels verewigen, der als Geistlicher Rat tätig war. Für seine Mutter , die in der Region aufgewachsen ist, seien St. Kilian und das Umfeld der Pfarrkirche einst der Lebensmittelpunkt gewesen – sowohl im Alltag als auch im Glauben.

Jürgen K. widmete eine Schieferplatte seiner Mutter , einer treuen Kirchgängerin. Die Idee verpackte er kurzerhand als Weihnachtsgeschenk: „Meine Mutter sagt jedes Jahr, sie brauche nichts mehr. Die Schieferplatte in ihrem Namen fand ich deshalb eine schöne und sinnvolle Geste.“ Neben persönlichen Erinnerungen nennen viele Spender die Kirche als Ort der Ruhe, des Gebets und der Gemeinschaft als entscheidenden Beweggrund.

Der Leitende Pfarrer im Seelsorgebereich Gottesgarten, Walter Ries, ist für jede Spende dankbar: „Ihre Unterstützung hilft uns, die Kirche auch für künftige Generationen zu bewahren.“ red