Passend zu Ostern und dem warmen Frühlingstag begrüßte die Jugendblaskapelle Großwenkheim unter der Leitung von Dirigent Martin Reinhard die zahlreich erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörer im Abteisaal von Maria Bildhausen mit dem Choral „Die Himmel rühmen“. Ludwig van Beethoven vertonte hier ein Gedicht über die Schönheit der Natur, wie Martin Reinhard in seiner Begrüßung ausführte.

Danach ging es schwungvoll weiter mit dem Marsch „Viribus Unitis“. Mit diesem Titel wollte Reinhard die Lateinkenntnisse der Anwesenden testen und löste auf, dass es „Mit vereinten Kräften“ heißt. Ein Motto, das nicht nur für die Musik, sondern auch im Alltagsleben gilt. Ihre musikalische Bandbreite zeigte die Blaskapelle beim nächsten Stück „Sir Duke“ von Stevie Wonder. Das Stück wird dem Jazz zugeordnet, aber die Musiker trugen es geordnet und flott vor. Bei „Tranquillo“, einem Walzer von Martin Scharnagl aus der modernen böhmischen Blasmusik, schlug die Blaskapelle wieder ruhigere Töne an, bevor sie die Zuhörer auf eine 80er-Kult(tour) mitnahm. In diesem Medley arrangierte Thiemo Kraas fünf Titel aus der neuen deutschen Welle der 80er Jahre, die die Musikerinnen und Musiker voller Begeisterung vortrugen und so das Publikum mitrissen.

Oft bei Gelöbnissen der Bundeswehr erklingt „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“. An diesem Ostermontag konnte man ihn auch im Rahmen des Konzerts in Maria Bildhausen hören.

Zwei junge Solisten

Nun wurde es magisch im Abteisaal: Mit der Filmmusik „The Magic of Harry Potter“ versetzte die Blaskapelle das Publikum in die Welt der Zauberschule von Hogwarts. Man konnte fast die Besen durch den Saal fliegen und die Kerzen schweben sehen. Beim Jazzklassiker „Mercy Mercy Mercy“ stellte der Dirigent zwei junge Solisten vor. Luca Reinhard am Piano und Kai Chelmowski am Schlagzeug begeisterten das Publikum mit ihrer gekonnten Darbietung. Wie Martin Reinhard in seinen Abschlussworten hervorhob, war die Leistung seiner Kapelle aller Ehren wert. Deshalb endete das Konzert mit der Polka „Ehrenwert“.

Ohne Zugabe entließen die Zuhörer die Musiker aber nicht in den sonnigen Frühlingstag. Nach langanhaltendem Applaus und Standing Ovations gab es mit „Ein halbes Jahrhundert“ noch eine schwungvolle Zugabe.