Zur offiziellen Einführung des neuen Rektors der Freiherr-von-Lutz-Mittelschule in Münnerstadt wehte ein draußen ein lebhaftes Lüftchen. Und das passte, denn Matthias Kihn hat bereits nachhaltig frischen Wind in die Einrichtung gebracht.
Das Kollegium durfte den neuen Chef schließlich schon fast ein ganzes Schuljahr lang erleben. Man hat sich also längst kennen und schätzen gelernt. Mehrere Redner lobten Matthias Kihn als ruhigen, sachlichen und bedachten Schulleiter herausgestellt, der sehr gut zuhören kann. Statt überstürzter Entscheidungen sei bei ihm alles wohl überlegt und gut begründet.
Die Stärken entscheiden
Schulamtsdirektorin Birgit Herré stellte zudem seine klare Kommunikationsweise und die gründliche Reflexion in ihren bisherigen Gesprächen heraus und stellte fest, dass er sein Kollegium den Stärken entsprechend einsetzt.
Der Bürgermeister von Münnerstadt, Michael Kastl, betonte stellvertretend für alle seine Kollegen aus dem Einzugsgebiet der Schule die gute Zusammenarbeit im Verbund. Es sei dabei natürlich förderlich, die politischen Strukturen zu kennen, was ja beim neuen Schulleiter durchaus der Fall sei.
Personalratsvorsitzende Sabine Oschmann-Hockgeiger befasste sich in ihrer Rede vor allem um Nüsse: um die harten, die es als Rektor zu knacken gelte, aber auch um die süßen, „die mehr Freude bereiten und Kraft geben“. Ihr Wunsch für die Zukunft lag auf der Hand: „Viele von den süßen Nüssen!“ Symbolisch überreichte sie einen Korb gefüllt mit unterschiedlichsten Arten von Nüssen.
Auch der Elternbeirat bedankte sich beim neuen Rektor für die gute Zusammenarbeit und freute sich auf die weiteren gemeinsamen Aktionen. Ziel aller müsse sein, dass alle Jungen und Mädchen sich an der Schule wohlfühlen und wahrgenommen fühlen.
Die Vertreter der Schülerschaft, Lara Baumgart und Lukas Hartmann gratulierten ebenfalls und überreichten als Präsent eine Sammlung von Textmarkern, „um die richtigen Akzente in der Schule“ setzen zu können.
Herzergreifend war der Beitrag der Klasse 5a mit ihrer Lehrerin Julia Scheller, die Rektor Kihn gebastelte Blumen überreichte, begleitet durch persönliche Wünsche oder Würdigungen wie zum Beispiel: „Ich wünsche Ihnen Kraft, Motivation und Zuversicht für tägliche Herausforderungen.“ Oder: „Ich wünsche Ihnen für die kommende Zeit starke Stimmbänder, stets aufmerksame Schüler und ein großes Glas Kaffee für den Start in den Tag.“ Und: „Ich wünsche Ihnen starke Nerven, einen vollen Akku und die seltene Superkraft, gleichzeitig an drei Orten sein zu können.“ So ergab sich ein Blumenstrauß, der wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Schüler waren auch ganz zum Beginn eingebunden: Markus Klöffel, Lukas Weipert und Ben Nöth unterstützten perfekt mit ihren Blasinstrumenten beim Eröffnungslied.
Aktives Kollegium
Die drei Abschlussschüler waren schon mit dem neuen Rektor auf der Bühne gestanden und hatten die Weihnachtsfeier musikalisch umrahmt. Ihr Eröffnungslied wurde begleitet von den Lehrkräften Lena Baumgart und Oliver Krause, die auch an anderer Stelle das Fest immer wieder bereicherten.
Das Kollegium war überhaupt auch aktiv. In der Vorbereitung sowieso. Aber auch während der Festlichkeiten. So endete die Amtseinführung auch mit einem entsprechenden Beitrag, bei dem alle Lehrkräfte zum neuen Rektor kamen und ihm je eine Praline übergaben. Der Hintergrund: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.“ Kommt uns bekannt vor aus „Forrest Gump“.
Das Zitat war der Aufhänger für die tiefgründige und gleichzeitig erheiternde Rede, vorgetragen von Sebastian Beck und Katharina Reß stellvertretend fürs ganze Kollegium.
Herzliche Aufnahme
Zuletzt trat auch Matthias Kihn ans Rednerpult. Neben seinem Dank für die Beiträge berichtete er über die herzliche Aufnahme durch das Kollegium. Man habe ihm als gebürtigem Rhöner den Einstieg sehr leicht gemacht. Er beschrieb den Umgang miteinander als freundlich, humor- und respektvoll.
„Gute Schule entsteht dort, wo Zusammenarbeit gelingt“, war sich Matthias Kihn sicher. Er wolle daran mitwirken, dass die Freiherr-von-Lutz-Mittelschule eine Einrichtung ist, die jungen Menschen Orientierung, Vertrauen und Perspektiven gibt.
In heiterer Atmosphäre endete das Fest bei lockeren Gesprächen. red