Schon lange wollte die Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Bad Kissingen, junge Leute für aktive Mitarbeit gewinnen. Anfang November nahmen dann zehn Jugendliche an einem Vortrag über „Großbritannien nach dem Brexit“ teil, heißt es in einer Pressemitteilung.

Es stellte sich heraus, dass sie alle von der Oberstufe des Johann-Philipp-von-Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt und des Olympia-Morata-Gymnasiums Schweinfurt kamen und den Leistungskurs Gesellschaft und Politik belegt hatten. Sie waren auf die Angebote der GSP aufmerksam geworden und wollten sich über aktuelle Themen aus diesem Bereich informieren.

Als Sektionsleiter Ulrich Feldmann ihnen vorschlug, nicht nur an den Vortragsveranstaltungen teilzunehmen, sondern sich selbst aktiv in die politische Arbeit einzubringen, war das Interesse geweckt.

Zunächst wurden die beiden Schulleitungen über die Ziele der GSP und das Vorhaben informiert. Julian Engelhardt vom Münnerstädter und sein Freund Paul Bönig vom Schweinfurter Gymnasium waren sofort bereit, Mitglieder für eine Jugendgruppe in der Kissinger Sektion zu gewinnen, die dann Teil der in allen Bundesländern aktiven „Jungen GSP“ werden würde.

Gründungsversammlung

Innerhalb von drei Wochen traten dann 14 Jung-Aktivisten der Gesellschaft bei, so dass Feldmann am Tag des letzten Jahresvortrags zur Gründungsversammlung mit Wahlen im Parkwohnstift Bad Kissingen einladen konnte.

Schnell stand das Ergebnis fest: Zum Sprecher wurde Julian Engelhardt aus Bad Kissingen, zu seinem Stellvertreter Paul Bönig aus Schweinfurt und zum Schriftführer Connor Nick Barber aus Dittelbrunn gewählt.

Krisen und Herausforderungen

Für das Präsidium der GSP gratulierte der bayerische Landesbereichsvorsitzende Dietmar Paun der neuen Gruppe und lud sie ein, sich in die Organisation des nächsten Augsburger und Berliner Sicherheitsdialogs einzubringen. Jessica Nies, Vizepräsidentin und zugleich Bundessprecherin der GSP-Jugend, betonte, wie wichtig es sei, gerade jungen Menschen vor dem Hintergrund der vielen Krisen und Herausforderungen für Europa eine Stimme in der sicherheitspolitischen Bildungsarbeit zu geben. Sie sagt: „Ihr tragt dazu bei, sicherheitspolitische Bildung vor Ort erlebbar zu machen, neue Perspektiven einzubringen und Brücken zwischen den Generationen zu schlagen.“

Beim anschließenden Vortragsabend ging es um die Außenwirtschaftspolitik der USA. Neben den Schülerinnen und Schülern hatten sich zwei Fachbereichsleiterinnen des Schweinfurter Gymnasiums sowie Martin Warmuth, Mitarbeiter der Schulleitung und Fachschaftsleiter „Politik und Gesellschaft“ am Kissinger Jack-Steinberger Gymnasium, mit drei Kollegen eingefunden. Auch der Jugendoffizier der Bundeswehr aus Würzburg, Hauptmann Sachße, der im Bereich Politische Bildung mit den Schulen in Unterfranken zusammenarbeitet, war gekommen. Die Deutsche Atlantische Gesellschaft, langjähriger Kooperationspartner der GSP, wurde durch ihren Hauptgeschäftsführer Johannes Lay aus Würzburg vertreten.

Nach der Vorstellung begrüßten die mehr als 80 Zuhörer des Vortrags, darunter auch Stellvertretender Landrat Gotthard Schlereth, die jungen Leute mit lang anhaltendem Beifall. Beim anschließenden, von Katharina Benkert, der General Managerin des Parkwohnstifts, liebevoll organisierten Empfang stellte der Sprecher bereits seine Ideen vor und es kam zum ersten regen Gedankenaustausch zwischen Jung und Alt. Dabei wurde ein Grußwort von Magnus Wirth, Student an der Uni Bamberg, des ersten Mitglieds der Jungen GSP verlesen, der zur Zeit ein Praktikum am deutschen Generalkonsulat in Guangzhou (Kanton) China absolviert. red