Eine aktuelle Mitgliederumfrage des Jägervereins Bad Kissingen zeigt, wie groß das Engagement der heimischen Jäger bei der Kitzrettung ist. Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich viele Jägerinnen und Jäger jedes Frühjahr mit großem Einsatz dafür einsetzen, Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren, heißt es in einer Pressemitteilung des Jägervereins Bad Kissingen.

Von den befragten Mitgliedern gaben 13 Personen an, sich in der aktuellen Saison aktiv an der Kitzrettung beteiligt zu haben. Dabei suchten vier Teilnehmende Flächen zwischen einem und zehn Hektar ab, drei zwischen elf und zwanzig Hektar und fünf sogar mehr als zwanzig Hektar. Insgesamt wurden zahlreiche Wiesen vor der Mahd kontrolliert, so die Pressemitteilung.

Besonders erfreulich sei der zunehmende Einsatz moderner Technik: Elf Befragte berichteten, dass die Suche durch Wärmebilddrohnen unterstützt wurde. Drei Mitglieder verfügen sogar über eine eigene Wärmebilddrohne, während sieben einen Fernpiloten-Nachweis besitzen und damit selbst Drohnen sicher einsetzen können. In zwei Fällen wurde die Kitzrettung zusätzlich durch externe Kitzrettungsvereine unterstützt.

Auch der Erfolg spricht für sich. Vier Mitglieder waren an der Rettung von ein bis fünf Rehkitzen beteiligt, ein Mitglied rettete gemeinsam mit seinem Team sechs bis zehn Kitze und vier weitere engagierten sich bei Einsätzen, bei denen jeweils mehr als zehn Kitze vor dem Mähtod bewahrt werden konnten.

Der zeitliche Aufwand für die ehrenamtliche Arbeit ist erheblich. Fünf Mitglieder investierten bis zu acht Stunden in Vorbereitung, Organisation und Suche, drei zwischen acht und zwölf Stunden, ein Mitglied zwischen zwölf und vierundzwanzig Stunden und drei weitere sogar mehr als vierundzwanzig Stunden.

Neben ihrem persönlichen Einsatz unterstützen viele Mitglieder die Kitzrettung auch finanziell. Mehrere Befragte spendeten zwischen 20 und 100 Euro an Kitzrettungsvereine. Darüber hinaus investierten einzelne Mitglieder erhebliche Summen in eigene Wärmebilddrohnen – in zwei Fällen sogar mehr als 4000 Euro.

Der Jägerverein Bad Kissingen wertet die Ergebnisse der Umfrage als starkes Zeichen für das Verantwortungsbewusstsein seiner Mitglieder. Die Kitzrettung ist heute ein fester Bestandteil moderner Jagdausübung und lebt vom engen Zusammenspiel zwischen Jägern, Landwirten, Drohnenpiloten und ehrenamtlichen Helfern. Moderne Wärmebildtechnik ermöglicht es, Rehkitze frühzeitig aufzuspüren und sie vor der Mahd in Sicherheit zu bringen.  red