Beim Launch-Event der Initiative Translationale Biomarker im Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie kamen Mitte April Vertreter aus Wissenschaft, Medizin, Klinik und Elterninitiativen zu einem intensiven Austausch zusammen. Führende Expertinnen und Experten aus Onkologie und Neuropathologie präsentierten dabei neue Ansätze der translationalen Krebsforschung und diskutierten innovative Möglichkeiten für schwer erkrankte Patientinnen und Patienten.

Die Initiative Translationale Biomarker (ITB) verfolgt das Ziel, Tumorgewebe gezielt auf therapierelevante Strukturen zu untersuchen. Zum Einsatz kommen speziell entwickelte epitopspezifische Antikörper und Peptid-Sonden, mit deren Hilfe Bindungsstellen moderner Krebsmedikamente sichtbar gemacht werden können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob neuartige Therapieformen wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs), CAR-T-Zellen oder Radioliganden zuverlässig an Tumorgewebe binden können. Eine stabile Bindung gilt als wesentliche Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser Therapien. Der translationale Forschungsansatz soll dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis zu übertragen und neue Behandlungsmöglichkeiten für Patientinnen und Patienten in schwierigen Therapiesituationen zu schaffen.

Trägerin der Initiative ist die Stiftung für Innovative Medizin, die sich seit vielen Jahren für innovative Forschungsansätze in der Onkologie engagiert und schwer erkrankten Menschen den Zugang zu neuen Verfahren ermöglichen möchte.

Auch Jonas hilft unterstützt die Stiftung bereits seit zwei Jahren. Im Rahmen der Veranstaltung konnte an Dr. Alexander Beck, den Leiter der Forschungseinrichtung, eine Spende in Höhe von 15.000 Euro übergeben werden. Die Mittel sollen dazu beitragen, neue Perspektiven und Therapieansätze für betroffene Kinder zu schaffen. Besonders bei bisher nicht heilbaren Tumorarten, wie dem diffusen intrinsischen Ponsgliom (DIPG), könnte dies ein echter Wendepunkt sein und den Familien neue Hoffnung geben.

Timo Krambo, Jonas hilft e. V.