Die historischen Friedhöfe der abgesiedelten Dörfer Reußendorf und Altglashütten im Truppenübungsplatz Wildflecken verzeichneten am Pfingstsonntag einen starken Besucherandrang.

Bei sonnigem, recht warmem Frühlingswetter nutzten zahlreiche Interessierte das seltene Zeitfenster der Platzöffnung. „An der Kontrollstelle am Westtor bei Kothen konnten wir einen Spitzenwert von 135 Besuchern zählen“, so David Baer, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft (RK) Wildflecken.

Dazu beigetragen hat sicherlich auch der am Vortag veröffentlichte Artikel in der örtlichen Presse über die Aufstellung eines neuen Sandsteinkreuzes auf dem Friedhof von Altglashütten. Das große Interesse an diesem Thema zeigte jedoch auch weiteres Potenzial auf: Nach Rückmeldungen vieler Besucher hätte eine überregionale Ankündigung – etwa in den Tageszeitungen der Landkreise Bad Neustadt, Schweinfurt, Würzburg und Fulda – die Reichweite und den Erfolg der Veranstaltung vermutlich noch erheblich gesteigert.

RK-Mitglied Thomas Helfrich hieß die Besucher auf dem Friedhof Reußendorf willkommen und stand ihnen Rede und Antwort. Aufgrund seiner Kenntnisse über die abgesiedelten Dörfer konnte Helfrich viele Fragen der Besucher beantworten. „Das Informationsbedürfnis der Besucher war hoch und die Fragen zahlreich, sodass ich voll ausgelastet war. Besonders erfreulich war die demografische Mischung der Besucher. Neben vielen älteren Personen konnte ich eine bemerkenswert große Zahl von jungen Leuten begrüßen. Viele waren erstmals hier, um die Friedhöfe zu besichtigen“, so Helfrich.

Die Besucher lobten die auf Initiative der RK Wildflecken und dank des beharrlichen Engagements von Helfrich in letzter Zeit auf den Friedhöfen durchgeführten Sanierungsmaßnahmen. Der Einsatz habe sich deutlich bezahlt gemacht und verdiene großen Respekt und Anerkennung, hieß es. RK-Vorsitzender David Baer zog eine zufriedenstellende Bilanz über einen gelungenen Pfingstsonntag.

Thomas Helfrich

Besucher auf dem Friedhof Reußendorf.
Thomas Helfrich