Mit den ersten warmen Tagen und dem Beginn des Frühlings startet für viele Menschen wieder die Fahrradsaison. In diesem Zusammenhang weist die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen verstärkt auf die Einhaltung von Verkehrsregeln hin, heißt es in einer Pressemeldung des Vereins.
Gerade bei der ersten Fahrt sollten Radfahrende auf die Wichtigkeit eines korrekten Luftdrucks in den Fahrradreifen achten. Dies beeinflusst nicht nur den Fahrkomfort, sondern vor allem auch die eigene Sicherheit entscheidend.
Ein falscher Luftdruck, insbesondere ein zu niedriger Luftdruck in den Reifen beeinflusst das Fahrverhalten sehr negativ. Fahrräder reagieren bei unzureichendem Luftdruck instabiler. Besonders in Kurven haben die Räder durch zu geringen Luftdruck keinen Gripp und „schmieren“ seitlich ab. Stürze mit erheblichen Verletzungen sind dann oft unvermeidlich.
Ein zu niedriger Luftdruck erhöht auch den Rollwiderstand deutlich und führt dazu, dass Radfahrende mehr Kraft aufwenden müssen. Besonders auf längeren Strecken kann dies zu schnellerer Ermüdung führen. Ein weiteres Risiko besteht in der erhöhten Pannenanfälligkeit. Durch den geringen Druck kann es leichter zu sogenannten Durchschlägen kommen, bei denen der Schlauch zwischen Felge und Reifenmantel eingeklemmt wird. Dies führt häufig zu plötzlichen Luftverlusten. Der richtige Luftdruck ist sehr oft an den Seitenwangen der Reifen abzulesen.
Gerade zum Saisonbeginn empfiehlt die Kreisverkehrswacht Bad Kissingen einen umfassenden Frühjahrs-Check des Fahrrads. Dazu gehört neben der Kontrolle des Reifendrucks auch die Überprüfung von Bremsen, Beleuchtung und Kette. Nach der Winterpause können Verschleiß oder kleine Mängel die Verkehrssicherheit beeinträchtigen.
Wie das Polizeipräsidium Unterfranken in seiner Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2025 mitteilte, haben die Verkehrsunfälle mit Radfahrern und Pedelecs einen Höchststand mit 1617 Verkehrsunfällen und vier Verkehrstoten erreicht. Damit diese Unfallzahlen wieder deutlich sinken ist es dringend erforderlich, dass besonders Radfahrende aufmerksam und rücksichtsvoll agieren, da sie nach der Winterpause erst wieder Routine entwickeln müssen, heißt es in der Pressemitteilung.
Besondere Bedeutung kommt dabei dem Tragen eines Fahrradhelms zu.
Sicherheitsexperten weisen darauf hin, dass ein Helm bei Stürzen das Risiko schwerer Kopfverletzungen erheblich verringern kann. Trotz dieser nachgewiesenen Schutzwirkung wird der Helm im Alltag leider noch nicht von allen Radfahrenden genutzt. Gerade zum Start der Fahrradsaison wird daher eindringlich empfohlen, konsequent einen Helm zu tragen – sowohl auf kurzen Alltagsstrecken als auch bei längeren Touren. Nicht zuletzt gewinnt das Fahrrad durch die momentanen hohen Spritpreise als umweltfreundliches und günstiges Verkehrsmittel an Bedeutung. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, häufiger auf das Auto zu verzichten und gleichzeitig etwas für ihre Gesundheit zu tun, so die Mitteilung. red