Am Vorabend der schon traditionellen Maibaumaufstellung wurde am neu gestalteten Dorfplatz eine Erinnerungsstele zum 900-jährigen Jubiläum vorgestellt.

Die Idee und der Gestaltungsvorschlag gingen von den beiden langjährigen Heimatforschern und Buchautoren Helmut Appel und Konrad Steinert aus. Die beiden gaben den sehr zahlreichen erschienenen Festbesuchern zunächst Einblicke in die geschichtliche Einordnung der kirchlichen und herrschaftlichen Ereignisse und Verhältnisse im Jahre 1126. Auch erläuterten sie, welche Rolle der ausgewählte Standort in der Ortsmitte im Laufe der Geschichte gespielt hat.

Als bemerkenswert werteten die beiden auch die Information, dass sowohl Seubrigshausen („Sigeburgehusen“) als auch der Markt Rimpar (Landkreis Würzburg, „Rimpure“) in derselben Urkunde von 1126 zum ersten Mal urkundlich erwähnt werden und diese für die Feierlichkeiten und Veranstaltungen zu ihrem Jubiläumsjahr zugrunde gelegt werden. Gleichzeitig feiert auch die Feuerwehr von Rimpar ihr 140-jähriges, die Seubrigshäuser ihr 150-jähriges Bestehen.

Danach schritt der alte und neue Bürgermeister der Stadt Münnerstadt, Michael Kastl, zur Enthüllung und Präsentation der Erinnerungstafel. Es handelt sich dabei nicht um einen vielfach üblichen Gedenkstein, sondern um eine moderne Edelstahlkonstruktion mit aufgesetzter Platte aus Acryl, die verschiedene Informationen enthält und mit Hilfe eines QR-Codes zu einem Blättern in der Dorfgeschichte einlädt. Michael Kastl dankte den Spendern des Materials und den an der technischen Ausführung beteiligten Personen. Danach wurde das Ereignis noch gebührend gefeiert. Die hervorragende Organisation und Durchführung oblag der Freiwilligen Feuerwehr. Ebenso wie die Aufstellung des Maibaums am nächsten Tag in Form einer stolzen über 20 Meter hohen Birke.

Helmut Appel, Planungsteam 900 Jahre Seubrigshausen