Es war wieder mal so weit. Die Trachtenkapelle Theinfeld lud zu ihren Büttensitzungen 2026 in die festlich geschmückte Dürnberghalle (Musikheim) ein. Die Sitzungspräsidenten Manfred Dietz und Felix Klopf begrüßten alle herzlich, besonders die Abordnungen aus Löffelsterz, Seubrigshausen und Thundorf.
Wie immer eröffneten die Minis die Sitzung mit einem „Gute-Laune-Tanz“. Weiter ging es mit dem ersten Highlight, der Show-Tanzgruppe aus Großbardorf. Die Garde ist der Trachtenkapelle freundschaftlich verbunden, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.
Wie es in einer Schulklasse nicht zugehen sollte, war der nächste Programmpunkt. Hier kam Kurioseres zutage. Die Lehrerinnen waren Neele Schröttle und Marie Rentsch, die Schülerinnen und Schüler Mia Geier, Jule Schröttle, Mona Kirchner, Timo Geier, Sophie Rentsch, Leon Beck und Paula Schäfner.
Ein weiterer Höhepunkt war des einheimische Tanzmariechen Elli Geier, die für Beifallsstürme und Zugabe-Rufe sorgte. Mit Neuigkeiten aus dem Dürnbergstadion ging es weiter. Die Spielerinnen und Spieler Mia Geier, Timo Geier und Leon Beck unterhielten die Gäste mit gelungenen Sketchen.
Ein Garant der „Thefelder Fosenocht“ ist Daniel Bretscher. Da er heuer verhindert war, schickte er seinen Kumpel Pierre aus Berlin nach Thefeld. Dieser erzählte mit französischem Akzent von seiner abenteuerlichen Reise von Berlin nach Theinfeld. Er wunderte sich über die komischen Leute in Seubrigshausen, bis er letztendlich im verschneiten Theinfeld ankam.
Pierre stellte sich auch als Maler vor. Nicht in Ölfarben, sondern mit lebenden Personen aus dem Publikum. So mussten fünf Personen mit einem Stuhl im Kreise gehen. Dieses Bild nannte er „Geregelter Stuhlgang“. Beim zweiten Bild ließ er eine Frau auf einen Stuhl steigen, diese war mit einer Schnur mit einem Mann verbunden. Titel des Bildes: „Ein Mann lässt seinen Drachen steigen.“
Beim dritten Bild legte er ein Buch auf den Boden, ließ einen Mann auf das Buch treten: Titel: „Ein Esel, wie er im Buche steht“. Pierre stellte sich letztendlich als Daniel Bretscher heraus.
Nach der Pause ging es mit den Gartenzwergen weiter. Diese wollten sich in Theinfeld einen Platz zum Bleiben aussuchen. Aber an allen Plätzen hatten sie etwas auszusetzen. Waren es schwärmende Bienen oder kläffende Hunde, es war überall kein Platz. Einen Platz haben sie auf der Bühne des Musikheims dann doch noch gefunden. So erfuhr das närrische Publikum das Neuste aus dem Dorfgeschehen. Die Zwerge waren Marion Beck und Katja Wirsing.
Die Cowgirls ließen mit ihrem Tanz den Wilden Westen ins Musikheim einkehren. Ohne Zugabe durften sie nicht von der Bühne.
Der nächste Programmpunkt war zweigeteilt. Es fand eine Musterung in Theinfeld statt, um die Truppe mit neuem Personal aufzustocken. Von den drei Bewerberinnen und Bewerbern stellte sich nur eine Frau als tauglich heraus. Ein Bewerber wurde bereits 1991 als untauglich eingestuft, bewarb sich aber erneut.
Der zweite Teil war eine Wahlversammlung eines Bürgermeisterkandidaten, der sich erst jetzt aus der Deckung wagte. Seine Zuhörer konnten ihm Fragen stellen. Für Thundorf habe er ein Baugebiet vorgesehen, für Rothhausen die Anbindung des Sonnenhügels an die Staatsstraße, die seine Vor-Vor-Vorgänger nicht zuwege brachten. Für Theinfeld hatte er nix, aber die würden ihn ja sowieso wählen. Akteure waren Daniel Bretscher als Bürgermeisterkandidat, Manfred Dietz, Katja Wirsing, Marion Beck und Rebekka Wasser.
Nach einer nochmaligen kleinen Pause ließ das Männerballett das Oktoberfest Revue passieren.
Die bekannten Oldies waren diesmal mit Martin Borscht und ihrem Pfarrer auf Seniorenfahrt. Dies ging recht temperamentvoll zu Ende. Die Seniorinnen waren Bianca Geier, Silke Geier, Claudia Klopf, Doris Schubert als Martin Borst, Sabine Geier und Martina Thain.
Wie immer am Schluss: Märchenstunde im Musikheim. Diesmal gelangte Aschenputtel beziehungsweise Flaschenputtel zur Aufführung. Wer das Märchen der Gebrüder Grimm kannte, musste sich gewaltig umstellen, um die moderne Version zu verinnerlichen. Es wirkten mit: Philipp Klopf, Moritz Klopf, Felix Klopf, Tobias Geier, Timo Geier, Laura Schubert, Emelie Thain und Lena Pfaab.
Am Ende der fast fünfstündigen Veranstaltung bedankten sich die Sitzungspräsidenten bei den Männern der Technik, Erich Thain, Dieter und Jens Geier, bei der Küchenmannschaft unter Leitung von Norbert Geier, bei den Bedienungen, beim Ausschank und bei allen, die zum Gelingen des närrischen Abends beigetragen haben. Sie hoffen, dass beim Reinigen des Musikheimes wieder genügend Helfer dabei sind. Alleinunterhalter Udo Zeitz, der schon über 40 Jahre die Sitzungen begleitet, ließ den Abend ausklingen. Eine Polonaise schloss sich an.