Im königlichen Ambiente des Staatsbades traf sich vergangenen Samstag, 30. Mai, der Abiturjahrgang 1976 des Franz-Miltenberger Gymnasiums. 26 ehemalige Schülerinnen und Schüler kamen zu diesem Anlass aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands zusammen und erinnerten sich gemeinsam an ihre Schulzeit, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei Kaffee und Kuchen im Badhotel fanden sich auch die Weggefährten ein, die in Bad Brückenau und Umgebung geblieben sind. Bei der Durchsicht von Bildern, Zeitungsausschnitten und Jahresberichten lebten viele Erinnerungen auf. „Wisst ihr noch?“ oder „Wer ist denn das?“ war öfter zu hören.

Es folgte ein kleiner Sektempfang bei einer Mitschülerin, die heute direkt am Kurpark wohnt. Das dortige Wohnzimmer wurde kurzerhand zu einem Kinosaal umgestaltet und bei einer Präsentation ließ man die damalige Zeit Revue passieren: Den Schulweg – für manche ganz kurz, für andere etwas länger und für wieder andere, zum Beispiel die aus dem Sinngrund, mit dem roten Triebwagen vom Bahnhof aus – ging es vorbei an der beliebten Mauer, dem damaligen Freiluftjugendzentrum am Marktplatz und dann den gepflasterten Kirchberg hinauf.

Bilder vom Gebäude und dem Asphaltpausenhof des alten Franz-Miltenberger-Gymnasiums am Kirchplatz oder des alten Leichtathletikplatzes samt TV-Halle und Schulsporthalle am Felsenkeller ließen wehmütige Erinnerungen an das wunderschöne Freibad aufkommen.

Klassenfahrten und Mode

Besondere Aufmerksamkeit galt den verschiedenen Klassenfahrten, wie der nach Leicester, wo der Englandaustausch stattfand, oder der Studienfahrt nach Amsterdam.

Anhand der Bilder wurde auch die damalige Mode, oft selbstgeschneiderte Röcke und Oberteile, begutachtet. Unbestrittenes Highlight der Schulzeit war die Abiturfahrt, quasi Piratenfahrt der Rhönlandratten entlang der kroatischen Küste, die damals erst nach bestandener Abiturprüfung stattfand und so einen unbeschwerten Abschluss der gemeinsamen Zeit ermöglichte.

Nach dem schönen Aufenthalt im Garten mit Blick über das Sinntal ging es zurück in den Kurpark, wo im Garten des Hauses der Lola Montez das Abendessen in sehr stimmungsvoller Atmosphäre stattfand.

Die wechselnden Lokalitäten und Spaziergänge durch den Schlosspark ermöglichten Gespräche miteinander, über das Leben und das Altern, aber natürlich wurden auch immer wieder Anekdoten ausgetauscht:

Lehrer, die im Unterricht rauchten, das Raucherzimmer als damals fortschrittlicher Treffpunkt für die Oberstufe, Schüler, die barfuß zu Abiturprüfungen erschienen oder die eine oder andere Romanze zwischen Lehrerinnen und Lehrern oder unter den Schülern, boten viel Gesprächsstoff und Gelegenheit zum Schmunzeln.

Der bodenständige Biergarten des Hauses Löwe in Verbindung mit dem exotischen indischen Essen gaben den Rahmen für einen herrlichen Frühsommerabend, an dessen Ende klar war, dass ein solches Treffen unbedingt wiederholt werden sollte, und das nicht erst nach zehn Jahren, so die Mitteilung. red