Die unterfränkischen Gesundheitsregionenplus veranstalteten im Dezember die Online-Fachveranstaltung „Pflege. Digital . Unterfranken – Wege zur Fachkräftegewinnung, Integration und Digitalisierung“. Rund 100 Teilnehmer aus Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und dem Gesundheitswesen informierten sich und tauschten sich zu aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätzen in der Pflege aus, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch Bayerns Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach , begrüßte in einem Video-Statement den überregionalen Zusammenschluss der unterfränkischen Gesundheitsregionenplus.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Pflege fit für die Zukunft gemacht werden kann. Die Teilnehmer erhielten praxisnahe Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und innovative Lösungen rund um die Gewinnung und Integration von Fachkräften sowie die Möglichkeiten, die Digitalisierung in der Pflege bietet.

Das abwechslungsreiche Programm umfasste unter anderem folgende Themen:

• Chancen und Risiken von Social Media in der Pflege: Welche Auswirkungen haben soziale Medien auf die Außendarstellung und das Berufsbild der Pflege?

• Nachwuchsförderung: Ein Gemeinschaftsprojekt aus dem Landkreis Würzburg präsentierte Ansätze, wie junge Menschen für den Pflegeberuf begeistert werden können.

• Integration internationaler Pflegekräfte : Das Bayerische Landesamt für Pflege stellte den „Bayerischen Baukasten Integrationsmanagement (BayBIM)“ als Unterstützung für Arbeitgeber vor.

• Erfolgreiche Integration und Zusammenarbeit: Der Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt teilte seine Erfahrungen zur Integration internationaler Pflegekräfte im Klinikalltag.

• Digitalisierung und Telematikinfrastruktur in der Pflege: Das Bayerische Landesamt für Pflege informierte über digitale Anwendungen wie die elektronische Patientenakte, das E-Rezept und sichere Kommunikation im Gesundheitswesen.

• Telepflege und digitale Unterstützung: Wie Videokommunikation und digitale Assistenztechnologien den Pflegealltag erleichtern und neue Möglichkeiten für Personalgewinnung und Arbeitsorganisation eröffnen.

Projekte angestoßen

Die Veranstaltung bot Raum für Austausch und neue Perspektiven mit dem Ziel, die Pflege in Unterfranken stärker zu vernetzen und gemeinsam innovative Wege zu finden. Organisiert wurde sie von den unterfränkischen Gesundheitsregionenplus in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit , Pflege und Prävention sowie dem Bayerischen Landesamt für Pflege, heißt es in der Pressemitteilung.

Besonders im Landkreis Bad Kissingen steht Gesundheitsregionplus in engem Austausch mit der Regionalentwicklung. Dort konnten bereits auf regionaler und lokaler Ebene mit Unterstützung des Staatsministeriums und des Bayerischen Landesamtes für Pflege verschiedene Projekte angestoßen werden. Beispiele dafür sind die Pflegestützpunkte, Pflegekonferenzen, die im Aufbau befindlichen kommunalen GutenPflege-Lotsen, die Akademie Barbara Stamm und die Musterwohnung DeinHaus 4.0.

Diese Initiativen unterstützen nicht nur die Beschäftigten in der Pflege, sondern vor allem auch die pflegenden Angehörigen bei ihren Aufgaben. Denn nach wie vor werden etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen von Angehörigen oder dem sozialen Umfeld zu Hause betreut und gepflegt – oft alleine und nur in Teilen mit Unterstützung durch ambulante Dienste.

Dies liegt unter anderem an den Kapazitätsgrenzen und dem Personalmangel in den Einrichtungen und Diensten. Um dieser Situation entgegenzuwirken, sollte die Veranstaltung durch Informationsaustausch einen Beitrag leisten, heißt es in der Pressemeldung. red