Obwohl das Motto des Frühlingskonzerts, das die Kissinger Sängervereinigung am Vorabend des Muttertags präsentierte, „Irgendwo auf der Welt“ hieß, gelang es dem Konzertchor, das Glück auch in die gut besuchte Wandelhalle zu bringen.

Unter der Leitung von Thomas Betzer, der den Chor wie immer mit viel Engagement dirigierte, wurde der Abend mit eben diesem Titellied eröffnet. Das Repertoire des Programms beinhaltete Melodien aus Film und Musical. Der Chor präsentierte sie souverän mehrstimmig und zeigte auch viel Gefühl für leise Passagen und Stimmungsaufbau. Besonders bei „Veronika, der Lenz ist da“ und „Wenn ich einmal reich wär“ spürte man die Sangesfreude des Ensembles.

Aber auch das Zusammenspiel mit den Solistinnen Christine Weiß und Pia Betzer bei „Füttert die Vögel“ aus dem Musical Mary Poppins war harmonisch. Das Programm wurde durch das Uvi-Ensemble aus Würzburg, das aus drei jungen Künstlerinnen mit Cello, Gitarre und Klarinette besteht, bereichert. Ihre Stücke „Vaiennut Viulu“ und „Beautiful Princess“ trugen sie sehr gefühlvoll und exakt vor. Es folgten vom Chor vorgetragene Stücke aus Musicals und deutschsprachige Evergreens. Besonders viel Spaß hatten alle beim Schlagerklassiker „Die kleine Kneipe“. Die Klavierbegleitung des Abends hatten Lajos Betzer und Jakob Weid übernommen, beide unterstützten den Chor souverän, setzten aber auch gekonnt eigene Akzente. Nach der Pause blieb der Abend abwechslungsreich. Es erklangen „Ein Freund, ein guter Freund“, „Don’t cry for me Argentina“ und „My heart will go on“, letztere beiden Stücke sind aufgrund von Rhythmik, Textverteilung und Tonlage recht anspruchsvoll.

Danach zeigten die Künstlerinnen des Uvi-Ensembles ein weiteres Mal, dass sie ihre Instrumente lieben, sicher beherrschen und damit die Zuhörer in ihren Bann ziehen. Besonders nach „Fun der Chupe“ gab es tosenden Applaus. Der Konzertchor beendete das Programm mit drei Melodien aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“. Die Lieder trug der Chor überwiegend in französischer Originalsprache vor und transportierte trotz kleiner Unsicherheiten die besondere Stimmung dieser Musik. Aus zwei Gründen war „Cerf volant“ ein Höhepunkt, zum einen durch die tolle Sopranstimme der Solistin Iskrena Pavlova und zum anderen durch die Papierflieger auf der Bühne. Der rundherum gelungene Konzertabend endete mit dem gemeinsam vom Publikum gesungenen Kanon „Abendstille überall“ und entließ somit die Gäste von schöner Chormusik beschwingt in die Frühlingsnacht.

Sven Steinbach, Kissinger Sängervereinigung