Im großen Saal der Winzergemeinschaft Franken (GWF) in Repperndorf trafen sich die Delegierten der unterfränkischen Kreisverbände der CSU-Senioren-Union (SEN) zu ihrer jährlichen Bezirksversammlung. Vorsitzender Walter Gutmann (Bad Kissingen) konnte 74 Vertreter aus den elf Kreisverbänden willkommen heißen, die trotz großer Hitze angereist waren.
Stellvertretend für alle verstorbenen Mitglieder bat er um ein stilles Gedenken an die große Europäerin Ursula Schleicher , die am 18. Juni dieses Jahres im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Gutmann erinnerte an ihre langjährige Mitgliedschaft im Europäischen Parlament , dessen Vizepräsidentin sie fünf Jahre lang war. Er erwähnte, dass sie auch als ausgezeichnete Harfenistin vielen Menschen in Erinnerung bleiben wird.
Danach begrüßte er die Gastrednerin, Barbara Becker (MdL), die als CSU-Kreisvorsitzende von Kitzingen sozusagen ein Heimspiel hatte. Die frisch gewählte Präsidentin des Fränkischen Weinbauverbandes aus Wiesenbronn, die mit ihrer Familie noch heute einen Hektar Weinberg bearbeitet, warb natürlich bei den versammelten Senioren für den fränkischen Silvaner, „den besten Silvaner der Welt“, wies aber auch darauf hin, dass leider nur 40 Prozent der in Deutschland getrunkenen Weine in Deutschland produziert würden. Zehn Prozent mehr Anteil und so manche Probleme der einheimischen Winzer könnten gelöst werden.
Um dies zu erreichen, wird sie sich als Weinbaupräsidentin dafür einsetzen, in ganz Europa eine „Geschichte von Franken“ zu schreiben, die das Lebensgefühl der Franken mit ihren wunderschönen Traditionen und Weinfesten vermittelt. Es sollte ihrer Meinung nach auch nicht mehr passieren, dass zum Beispiel – wie kürzlich erlebt – beim Bayerischen Städtetag Wein aus Italien angeboten wird.
Es folgte der Tätigkeitsbericht des Bezirksvorsitzenden. Der Bezirk Unterfranken hat zur Zeit 2020 Mitglieder und damit 56 Mitglieder mehr als im letzten Jahr, berichtete er. In ganz Bayern kommt die SEN auf 11.997 Mitglieder.
Die stellvertretende Vorsitzende, Christel Teroerde (Würzburg), verlas das Grußwort des Vorsitzenden des SEN-Landesverbandes, Franz Meyer , in dem dieser unter anderem auf das kürzlich verabschiedete SEN-Grundsatzpapier „Münchener Erklärung“ hinwies. Darin fordere die Senioren-Union die „Teilhabe ohne digitale Barrieren“. Video-Grußworte kamen von Dorotheé Bär und Anja Weißgerber.
Schatzmeister Jürgen Gärtner (Aschaffenburg) stellte den Kassenbericht vor. Reiner Reuss (Hammelburg) stellte den Antrag auf Entlastung des gesamten Vorstands, dem die Versammlung ohne Gegenstimme folgte.
Gleich zweimal erhielt Wolfgang Kunzmann (Kreis Hassberge) unter dem Motto „Etwas für unser Wohlbefinden“ die Möglichkeit, den Delegierten einfache Übungen zu zeigen, wie sie ihre muskuläre Gesundheit verbessern können. Ebenfalls neu auf der Tagesordnung war, dass die SEN-Kreisvorsitzenden der Reihe nach die Gelegenheit erhielten, auf die Höhepunkte ihrer jeweiligen Kreis-Veranstaltungen in diesem Jahr hinzuweisen. Walter Kuhn