Mit vielen Eindrücken und unvergesslichen Erinnerungen ist das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen von seiner bislang weitesten und längsten Reise zurückgekehrt. 52 Teilnehmende bereisten gemeinsam Polen, Litauen, Lettland und Estland bis nach Finnland. Den Abschluss bildete eine kleine Ostseekreuzfahrt zurück nach Deutschland.

Die Baltikumsfahrt führte die Gruppe durch einige der geschichtlich, kulturell und landschaftlich spannendsten Regionen Europas. Von den mittelalterlichen Altstädten in Thorn, Vilnius, Riga und Tallinn bis hin zu den Küsten der Ostsee bot die Reise vielfältige Eindrücke und spannende Begegnungen. Besonders eindrucksvoll war der Besuch der Wolfsschanze in den Masuren. Dort, wo während des Zweiten Weltkriegs zentrale militärische Entscheidungen getroffen wurden und das Attentat vom 20. Juli 1944 stattfand, wurde Geschichte auf eindringliche Weise greifbar.

Zu den bewegendsten Stationen gehörte auch das IX. Fort bei Kaunas in Litauen. Die ehemalige Festungsanlage wurde während der deutschen Besatzung zu einem Ort von Deportationen und Massenerschießungen und hinterließ bei vielen Teilnehmenden einen nachhaltigen Eindruck. Ein landschaftlicher Höhepunkt war die Kurische Nehrung mit ihren beeindruckenden Wanderdünen zwischen Ostsee und Kurischem Haff. Von dort reichte der Blick bis zur russischen Exklave Kaliningrad. Gerade hier wird schnell bewusst, wie eng Geschichte, Geografie und aktuelle Politik miteinander verbunden sind. Gespräche mit Einheimischen vermittelten zudem ein tieferes Verständnis für die Sicherheitsbedürfnisse der baltischen Staaten. Gleichzeitig beeindruckten der starke Wille zur Unabhängigkeit und das ausgeprägte europäische Selbstverständnis.

Neben den kulturellen Höhepunkten war es jedoch vor allem die außergewöhnlich gute Stimmung innerhalb der Reisegruppe, die diese Fahrt zu etwas Besonderem machte. Ein besonderer Dank gilt dem Vizepräsidenten des Städtepartnerschaftskomitees, Michael Eber, der die Reise begleitet hat. Mit großem Engagement, umfangreicher Vorbereitung und viel persönlichem Einsatz führte er die Gruppe durch die Reise. Ein großer Dank gilt auch der Firma GWK Reisen Bad Kissingen für die professionelle Durchführung. Nach der Baltikumsfahrt richtet sich der Blick des Komitees bereits nach vorne: Vom 4. bis 6. Dezember 2026 führt die nächste Reise nach Teplice in Tschechien. Das Interesse ist schon jetzt so groß, dass eine Warteliste geführt wird.

Michael Eber,

Städtepartnerschaftskomitee

Bad Kissingen e.V.