In der Gerold-Strobel-Halle begann Vereinsvorsitzender Christoph Herold seinen Jahresrückblick mit dem aktuellen Mitgliederstand, es seien 304 Personen, sagte er und streifte kurz seine zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit den schönsten Momenten wie dem Kreisfeuerwehrfest zum 175-jährigen Bestehen der Wehr sowie der Teilnahme am Jubiläum der Wehr von Hildburghausen. Auch ließ er die traurigen Anlässe nicht unerwähnt.
Im Berichtsjahr wurde die offizielle Einweihung der neuen Drehleiter gefeiert. Es fand eine Spendensammlung bei der Geschäftswelt in Bad Rodach für Anschaffungen der aktiven Wehr statt. Der Vorsitzende bedankte sich bei den Sammlern und den Spendern. "Die Bevölkerung weiß, was sie von der Feuerwehr hat", war seine Aussage.
Inzwischen ist Christoph Herold zurückgetreten, ebenso wie sein Stellvertreter Florian Mikolajczak. Als Nachfolger wurden Peter Schätzlein und Marcel Keller gewählt. Kassier Michael Reinhardt und Schriftführer Matthias Hoschek bleiben im Amt.
Kommandant Markus Stedler sprach von einem besonders erfreulichen, erfolgreichen aber auch arbeitsintensiven Jahr. Zum Ende des Jahres 2017 versahen fünf Frauen, 85 Männer, sechs Anwärterinnen, 15 Anwärter und ein Doppelmitglied somit insgesamt 112 Kameraden den aktiven Dienst. Mit dem Personalstand zeigte sich der Kommandant zufrieden. "Allerdings sollte weiterhin versucht werden, neue Mitglieder für den aktiven Dienst zu gewinnen", sagte Stedler. Auf die Jugendgruppe ist er besonders stolz. Zwei Jugendliche wechselten in die aktive Wehr, drei neue schlossen sich der Jugendgruppe an.


Eifrig geübt

Die Übungsteilnahme nannte Markus Stedler sehr gut. Insgesamt wurden 14 876 Übungsstunden und 1246 Arbeitsstunden geleistet. Zu 214 Einsätzen wurde die Wehr im vergangenen Jahr gerufen, wobei 1180 Einsatzstunden zu leisten waren. Die Einsätze teilten sich in 172 First-Responder-Einsätze, 21 Technische Hilfeleistungen inklusive freiwilliger Tätigkeiten und Sicherheitswachen, acht Brandeinsätze und 13 Fehlalarme auf. Die 24-Stunden-Rettungswache des BRK in Bad Rodach hat sich für die Bürger der Stadt zu einer positiven Einrichtung entwickelt. Zu zwei größeren Bränden musste die Wehr ausrücken, zum einen zu einem landwirtschaftlichen Anwesen auf den Reith zwischen Lempertshausen und Heldritt und zum anderen in den Stadtteil Oettingshausen. Bei den Bränden kamen die alte und die neue Drehleiter zum Einsatz. Mit der Anschaffung der neuen Drehleiter mit Gelenkteil habe sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt, sagte Stedler. Das Fahrzeug erleichtere die Arbeit erheblich. Sein Dank ging an die Stadt Bad Rodach und an den Landkreis Coburg.
Von der Jugendgruppe, die aus 21 Mitgliedern besteht, berichtete Leonie Martin in Vertretung von Kevin Weinhold. Von den gefahrenen 172 Einsätze der First Responder berichtete Rainer Möbus.
Landrat Michael Busch lobte die außerordentliche Leistung der Wehr und fand, der Kauf der Drehleiter, zusammen mit der Stadt, sei eine gute Sache. Landrat Busch übernahm die staatlichen Ehrungen. Das Ehrenzeichen in Silber erhielten für 25 Jahre Dienst Christopher Bogner (Löschgruppe Rudelsdorf), Matthias Büttner und Robert Oeckler. Für eine 40-jährige Dienstzeit wurde Dietmar Westhäuser (Löschgruppe Roßfeld) die goldene Ehrennadel angesteckt. Den Werdegang der geehrten Kameraden verlas Kreisbrandmeister Delef Schoder. Kreisbrandrat Manfred Lorenz steckte die Ehrennadel in Silber Christoph Herold und in Bronze Michael Geuther, Rainer Möbus und Markus Stedler für ihre Verdienste an. Für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft wurden Robert Oeckler, Matthias Büttner, Christopher Bogner, Martin Hofmann und Gerold Strobel geehrt; für 40 Jahre Dietmar Westhäuser; für 50 Jahre Dieter Wagner und Franz Schmidt, der zugleich zum Ehrenmitglied ernannt wurde.
Bürgermeister Tobias Ehrlicher gratulierte den neuen Vorsitzenden und erinnerte an die Einweihung der Drehleiter sowie die 700-Jahrfeier in Rudelsdorf mit Übergabe einer neuen Tragkraftspritze. Als starke Truppe bezeichnete Kreisbrandinspektor Stefan Püls die Wehr in Bad Rodach. Er lobte die vorbildliche Arbeit der Jugendgruppe. Karin Günther