Kommt die Landesgartenschau im Jahr 2028 nach Bad Rodach? Komplett auszuschließen ist dies im Moment nicht. Wie Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt und Digitalisierung informierte, ist eine Bewerbung derzeit möglich.

Zunächst sollen aber mit den Verantwortlichen Gespräche geführt werden, um zu eruieren, welche Anforderungen gestellt werden und ob die Kurstadt überhaupt in der Lage wäre, die Vorgaben zu stemmen. "Bevor wir Geld und Arbeitszeit investieren, müssen erst die grundsätzlichen Fragen geklärt werden", betonte Ehrlicher.

Auf keinen Nenner kam der Ausschuss bei der Frage, ob die Bäume im gesamten Stadtgebiet kartiert werden sollen. Hannes Fertsch (Bauamt) schätzte, dass die Stadt rund 20 000 Bäume ihr Eigen nennt. Ehrlicher führte aus, dass pro Baum acht bis zwölf Euro für eine Kartierung ausgegeben werden müssen. Aufgrund des dann doch enormen finanziellen Aufwandes regte er an, dass man sich Gedanken darüber macht, in welchen Bereichen bzw. welche Bäume kartiert werden sollen. Ehrlicher vertrat die Meinung, dass man das Geld lieber für Neuanpflanzungen verwenden solle, als es für Kartierungsmaßnahmen auszugeben.

Baumschutzverordnung sinnvoll?

Werner Zoufal (Grüne/offener Kreis) hatte einen ganz anderen Blick auf die Dinge. "Wir sollten vorurteilsfrei über das Thema Baumschutzverordnung sprechen. Diese würde uns keine zehn Euro pro Baum kosten", meinte der Stadtrat und kündigte an, einen entsprechenden Antrag einbringen zu wollen. Christoph Herold (CSU) gab zu bedenken, dass eine Baumschutzverordnung mehr Überwachungsaufgaben für die Verwaltung mit sich bringe und sprach sich daher für eine Kartierung aus.

Hannes Fertsch berichtete von der mit der Polizei durchgeführten Verkehrsschau. Das Gremium unterrichtete er unter anderem, dass es die gewünschten Verkehrsspiegel in der Straße Möchnszehnt, der Werner-von-Siemens-Straße und in der Wiesenstraße nicht geben wird. Auch besteht keine Veranlassung, in der Lempertshäuser Straße einen Zebrastreifen zu installieren. In der Lessingstraße wird das Parkverbot um etwa zehn Meter verkürzt, so dass dann zwei weitere Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen. In der Römhilder Straße wird das vorhandene Parkverbot nicht erweitert. Eine Parkverbotsfläche wird in der Alexandrinenstraße eingerichtet, um die Ausfahrt aus einem Grundstück zu erleichtern.

Verkehrsführung geändert

Geändert werden soll auch die Verkehrsführung beim Campingplatz am Waldbad. Diese Maßnahme ist nach Worten von Fertsch aufgrund der schwierigen Sichtverhältnisse bei der Einfahrt auf die Heldburger Straße notwendig. Entlang der Zufahrt zum Medicalpark stehen Halteverbotsschilder, die alle zwei Jahre aufgrund von Verwitterung ausgetauscht werden müssen. Um hier Kosten zu sparen, wird das Ortsschild von Bad Rodach in Richtung der Klinik versetzt. "Damit liegt die Zufahrtsstraße außerhalb der geschlossen Ortschaft, was ein automatisches Parkverbot mit sich zieht", erklärte Hannes Fertsch. Das Gremium verständigte sich darauf, dass bei der im Rahmen des geplanten Verkehrskonzeptes durchzuführenden Verkehrszählung eine automatisierte Bluetooth-Erfassung eingesetzt wird.

Bis 2023 sollen in Bad Rodach weitere 70 Grundstücke mit Glasfaser erschlossen werden. Beschlossen wurde, eine Markterhebung durchzuführen, um den genauen Bedarf an schnellem Internet zu ermitteln. Die Kosten von etwa 7000 Euro werden durch Fördergelder gedeckt.

Neben Ebersdorf bei Coburg, Sonnefeld ist auch in Bad Rodach ein Teil der "5G-Initiative" der Telekom. Wie in der Sitzung zu erfahren war, ist dieses Vorhaben noch nicht umgesetzt. Stadtrat Matthias Thumser (ÖDP) formulierte einen Antrag mit mehreren Fragen zum Thema 5G aus gesundheitlicher Sicht. Geschäftsführer Uwe Schmidt gab diese an die Telekom weiter, um hier eine Stellungnahme zu erhalten.

Lückenschluss bei der Bahn?

Die IHK zu Coburg will eine Interessengemeinschaft zur Realisierung des Schienenlückenschlusses Coburg-Südthüringen aus der Taufe heben. Der Stadt Bad Rodach wurde eine Absichtserklärung mit der Bitte übersandt, diese zu unterzeichnen und damit zu dokumentieren, dass man das Vorhaben der IHK unterstützt. Bürgermeister Ehrlicher ließ sich vom Bauausschuss die Unterschrift unter das Dokument "absegnen".