Der bunte Vogelschwarm war im Sommer 2020 der Hingucker im Steinweg und ein Zeichen des Aufbruchs und des Aufschwungs und außerdem eine Unterstützung für die ansässige Gastronomie, die den Anstoß für die Installation gab. Mit dem Coburger Designforum Oberfranken (CDO) war schnell ein Kooperationspartner und ein Motiv für die Design-Installation gefunden. Die fast 500 Vögel aus bunt schimmerndem Plexiglas stehen für die übergeordnete Idee, Coburg als Schwarmstadt für junge Menschen, als Zuzugsstadt zu entwickeln. Für diese Idee und weitere wurde Coburg jetzt einer Pressemitteilung zufolge mit einer Anerkennung beim Bundespreis kooperative Stadt gewürdigt. Der Bundespreis rückt das zivilgesellschaftliche Engagement in das Blickfeld der Öffentlichkeit und unterstreicht die Bedeutung kreativer Stadtmacher.

Coburg hatte sich mit folgenden Projekten beworben: gemeinsam mit der Wohnbau mit "Zwischenzeit Steinweg", der kreativen Zwischennutzung von Leerständen im Sanierungsgebiet rund um den Steinweg), mit der Umsetzung partizipativer Kunstinstallationen im öffentlichen Raum, wozu auch der Vogelschwarm im Steinweg gehört, und mit dem Leitbildprozess für klimaresiliente Stadträume (integrierte und modellhafte Planung für widerstandsfähige und lebenswerte Quartiere). Gerade durch die Instrumente der kreativen Leerstandsbelebung und die Schaffung direkter Wege zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft konnte Coburg punkten. "Diese Auszeichnung zeigt, dass wir in Coburg in Sachen Bürgerbeteiligung eine vorbildliche Kooperationskultur leben", ist OB Dominik Sauerteigs freudiger Kommentar. red