Zum Tag der Organspende, der heuer am Samstag, 2. Juni, stattfindet, ruft das Nierenzentrum Kronach zusammen mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V. auf, sich einen Organspendeausweis zu holen. Diese sind im KfH-Nierenzentrum Kronach in der Friesener Straße 37a ebenso erhältlich wie in vielen anderen Gesundheitseinrichtungen und Apotheken. Auch wird an diesem Tag besonders allen Menschen gedankt, die nach ihrem Tod mit ihrer Organspende Leben gerettet haben.


8000 Patienten auf Warteliste

Etwa zehn Prozent aller Dialysepatienten, also rund 8000 Patienten, stehen in Deutschland auf der Warteliste für eine Nierentransplantation; die Wartezeit liegt durchschnittlich bei über sechs Jahren. Die Zahlen, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), Frankfurt, im März dieses Jahres zur Organspende 2017 in Deutschland veröffentlicht hat, verdeutlichen, dass nur für wenige Menschen eine Nierentransplantation als Alternative zur lebenslangen Dialyse in Erfüllung gehen kann: Wurden vor zehn Jahren noch über 2900 Nierentransplantationen durchgeführt, so sind es im Jahr 2017 nur noch 1921 Nierentransplantationen gewesen, die dank postmortaler Organspende oder Nierenlebendspende realisiert werden konnten.


Sechs Monate Wartezeit

Auch wenn die Zahl der Organspenden dramatisch zurückgegangen ist - diejenigen, die ein Spenderorgan erhalten haben, können in den meisten Fällen ein neues Leben beginnen. Matthias Schmitt aus Kronach ist einer von ihnen. Im Dezember 2003 erhielt er Niere und Bauchspeicheldrüse eines Verstorbenen. Als bei dem damals 36-Jährigen die Nieren wegen eines Diabetes mellitus Typ 1 versagten, war nicht abzusehen, wann für ihn eine Spenderniere zur Verfügung stehen würde. Er hatte Glück: Seine Wartezeit endete nach sechs Monaten. red