Der "Sommerausflug" des Seniorenkreises Kirchehrenbach führte nach Maria Limbach und Zeil am Main. Nach der Ankunft begrüßte der Wallfahrtsgeistliche, Pfarrer Ottmar Pottler, die Teilnehmer und gab einen Einblick in die prachtvolle Wallfahrtskirche "Maria Heimsuchung", die das letzte Werk von Baltasar Neumann ist.
Reformation und Krieg brachten auch hier die Wallfahrt zum Erliegen, doch Heilungen am Gnadenbrünnlein gaben ihr ab 1727 wieder Aufschwung. Durch eine großzügige Geldspende von Fürstbischof von Schönborn, der hier ebenfalls Heilung erlangte, konnte der Kirchenneubau begonnen und 1755 eingeweiht werden.
Eine Besonderheit ist auch, dass die Limbacher Wallfahrtskirche zwei Gnadenbilder hat. Im Hochaltar befindet sich die spätgotische Muttergottes aus dem 16. Jahrhundert. Die auf der Mondsichel stehende Gottesmutter mit dem Jesuskind ist von einem flammenden Strahlenkranz umgeben, während sich das Jesuskind dem Betrachter zuwendet. Das zweite Gnadenbild ist eine ernste gotische Pietà, eine sogenannte "Maria-Schmerz-Gruppe" am Wandpfeiler gegenüber der Kanzel.
Pfarrer Oliver Schütz feierte mit der Gruppe dann den Wallfahrtsgottesdienst. Dabei richtete er seine Gedanken auf den Tagesheiligen Benedikt von Nursia, der auch als Patron Europas verehrt wird.
Nach einem Stadtrundgang in Zeil ging es hinauf zum Zeiler Käppele, wo man zuerst den weiten Blick ins Maintal genoss. Pfarrer Schütz feierte hier eine Marienandacht. Die Mesnerin der Kapelle, Frau Hamm, erläuterte mit viel Herzblut die Geschichte des Käppele, das auch "fränkisches Lourdes" genannt wird. Das ursprüngliche Gnadenbild, eine Kopie des Passauer Maria-Hilf-Bildes im linken Seitenaltar, ist nicht mehr im Mittelpunkt der Verehrung. Vielmehr ist es die viel besuchte Lourdesgrotte in einer fünfeckigen Seitenkapelle. red