Mit einem symbolischen Spatenstich am neuen BRK-Einsatzzentrum ging am Samstag ein lang gehegter Wunsch des BRK-Kreisverbandes in Erfüllung. Wo sich vor kurzem noch ein geschotterter Parkplatz befand, wird in absehbarer Zukunft eine Fahrzeughalle mit Anbau für Nebenräume stehen.
In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes zeigte sich Landrat Christian Meißner (CSU) sehr erfreut über die Realisierung des Projektes mit einer Investitionssumme von rund 450 000 Euro. Ein Investitionsvolumen, das, wie Meißner betonte, dank Rücklagen aus Spenden und Fördergeldern finanziert werden kann.


Mit Herausforderung konfrontiert

Einen besonderen Dank richtete er an den stellvertretenden Schatzmeister Norbert Schneider, der das Projekt maßgeblich geplant und koordiniert hat. Der BRK-Kreisverband sei heute mit Herausforderungen konfrontiert, "die wir früher nicht kannten", sagte die SPD-Landtagsabgeordnete Susann Biedefeld. Der Bevölkerung im Katastrophenfall ganz gezielt helfen zu können, sei nicht selbstverständlich. Im Namen der Gemeinde Michelau begrüßte Dirk Rosenbauer (CSU) das neue Einsatzzentrum. "Es wertet die Gemeinde Michelau auf." In ihren Grußworten wies Dekanin Stefanie Ott-Frühwald darauf hin, dass jeder einmal in eine Notlage kommen kann, in der er auf Hilfe durch die Rettungskräfte angewiesen ist. Dem Vorhaben wünschte sie ein gutes Gelingen und Gottes Segen.
Im neuen Einsatzzentrum mit Fahrzeughalle für die Wasserwacht, die BRK-Bereitschaft und die BRK-Schnelleinsatzgruppen des Katastrophenschutzes werden die Fahrzeuge und Gerätschaften untergebracht, die notwendig sind, um im Einsatzfall schnellstmöglich Hilfe leisten zu können.


Inbetriebnahme Frühjahr 2019

Das eingeschossige Gebäude wird in Leichtbauweise mit einer Nutzfläche von 145 Quadratmeter für die Bereitschaft und 134 Quadratmeter für Wasserwacht erstellt. Nach Inbetriebnahme im Frühjahr 2019 kann die Bereitschaft ihren Gerätewagen Sanität, Rettungs- und Krankentransportwagen und einen Mannschaftstransporter sowie einen Anhänger unterbringen. Auch für die BRK-Wasserwacht wird es ausreichend Platz geben für die Unterbringung von Fahrzeugen und die Boote der "Schnellen Einsatzgruppe". Ebenso sind ein Lagerraum und ein Tauchraum vorgesehen. Die für den Betrieb notwendigen Büros und Versammlungsräume befinden sich im angrenzenden Mehrgenerationenhaus.


Baugrund bereitet Probleme

"Probleme bereitete der Baugrund", erklärte der für den Bau verantwortliche Planer, Rolf Schubert. Der Ingenieur hatte alle notwendigen Genehmigungen eingeholt und übernimmt die Bauleitung. Auf dem BRK-eigenen Grundstück musste vom Baugrund rund 75 Zentimeter entfernt werden. Dies kostet rund 25 000 Euro.
Die Unterkonstruktion des Baukörpers besteht aus Stahlbetonplatten und aus Stahlbetonstreifenfundamenten und -Sockel. Die Fahrzeughalle wird mit einer Stahlkonstruktion ausgeführt. Der Anbau für die Nebenräume wird neun Meter zurückversetzt und besteht aus einer Holzgrundkonstruktion, mit einer weißaluminium-farbenen Außenbekleidung. Die Fahrzeughalle umfasst eine Gesamtfläche von 258 Quadratmeter, der Anbau 72 Quadratmeter. Die Besonderheit in Michelau sind die funkgesteuerten Tore der Fahrzeughalle. "Damit der Verkehr durch die Hauptstraße nicht behindert wird", erklärte Schubert. Geht es nach Zeitplan, wird das Gebäude im September/Oktober stehen. Bis Ende 2018 werden die Hauptarbeiten abgeschlossen sein. Einige Restarbeiten stehen dann im Januar 2019 an. Eine Inbetriebnahme wird Frühjahr 2019 angepeilt.