Bei einem spektakulären Verkehrsunfall hat sich am Sonntagabend auf der A 73 der Verursacher mit seinem Fahrzeug überschlagen. Der Fahrer wurde dabei nur leicht verletzt und verzichtete sogar auf eine Behandlung in einer Klinik.

Der 51-Jährige war um 19.05 Uhr alleine mit seinem Kia Sorento auf der A 73 in Fahrtrichtung Bamberg unterwegs. Kurz vor der Ausfahrt Baiersdorf-Nord wollte er von der linken auf die rechte Fahrspur wechseln. Er übersah aber ein dort fahrendes Auto und touchierte es leicht. Vermutlich vor Schreck lenkte er nun zu stark nach links, geriet in die Mittelschutzplanke und schleuderte dann quer über die Fahrbahn in die Außenschutzplanke. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb auf der Beifahrerseite liegen.

Die beiden beteiligten Fahrer konnten selbstständig ihre Autos verlassen. Leicht verletzt wurde nur der Unfallverursacher. Der Sachschaden liegt bei circa 11 000 Euro.

Eingeklemmte Person gemeldet

Nachdem laut Bericht der Verkehrspolizei Erlangen zunächst eine eingeklemmte Person gemeldet worden war und die Schwere der Verletzungen nicht klar war, fuhr auch ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst zur Unfallstelle. Weiter war die A 73 während der ersten Maßnahmen in Fahrtrichtung Bamberg komplett gesperrt und es kam zu einem Stau.

Dies alles ging einem 69-Jähriger mit seinem Porsche Cayenne wohl zu langsam. Statt mit eine Rettungsgasse zu bilden, nutzte er diese selbst. Er fuhr hinter mehreren Einsatzfahrzeugen hinterher, kam dann allerdings kurz vor der Unfallstelle auch nicht mehr weiter und blieb in der Rettungsgasse stehen. Erst nach Aufforderung durch einen Polizeibeamten machte er diese wieder frei. Spontan gab er als Grund an, dass er von München bis hierher schon drei Stunden unterwegs war und deshalb schneller vorwärts kommen wollte. Gegen den uneinsichtigen Mann wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Da beim Notruf gemeldet worden war, dass eine Person eingeklemmt sei, wurden gemäß der Alarmplanung für diesen Autobahnabschnitt die dazu vorgesehenen Fahrzeuge der Feuerwehren Möhrendorf, Baiersdorf, Bubenreuth, Kleinseebach und Wellerstadt, der Inspektionsdienst des Landkreises Erlangen-Höchstadt, Notarzt, Rettungsdienst und Verkehrspolizei alarmiert. Wie die Freiwillige Feuerwehr Baiersdorf berichtet, hatten beim Eintreffen des Einsatzleiters der FFW Möhrendorf und des Vorausrüstwagens der FFW Baiersdorf die Unfallbeteiligten bereits ihre Fahrzeuge verlassen können. Nach einer kurzen Untersuchung des allein im umgestürzten Auto befindlichen Fahrers durch Notarzt und Rettungsdienst wurde festgestellt, dass alle Insassen mit dem Schrecken davongekommen waren. So konnten mit Ausnahme des Hilfeleistungslöschfahrzeugs der FFW Möhrendorf (Brandschutz, Absicherung, Aufnahme ausgelaufener Betriebsstoffe) und dem Mittleren Löschfahrzeug der FFW Wellerstadt mit dem Verkehrssicherungsanhänger alle weiteren Einsatzkräfte die Unfallstelle wieder verlassen. Durch die Feuerwehr wurde die Autobahn zunächst komplett gesperrt. Nach rund einer Stunde war die A 73 wieder frei befahrbar. red