So wenig Strahlenbelastung wie möglich in städtischen Gebäuden: Das ist seit Januar 2008 Beschlusslage. Damals ging es um die Strahlenbelastung, die von schnurlosen DECT-Telefonen (sowie ihren Basisstationen) und W-Lan-Netzen ausgehen kann.
Die Stadtverwaltung hat seitdem die Zahl der schnurlosen Telefone reduziert und sich bei den W-Lan-Zugängen aufs Nötigste beschränkt. Das gilt auch für die Schulen und die städtischen Kindergärten. Aber die Belastung durch Mobilfunkstrahlung ist kein Thema mehr für öffentliche Diskussionen, und drahtlose Computernetze inzwischen unverzichtbar.
"Nun sind wir zehn Jahre später, und die Welt ist eine andere geworden", kommentierte Arno Feiler vom städtischen Amt für Informations- und Kommunikationstechnik im Verwaltungssenat. Auch in der Stadtverwaltung werde zunehmend mit Smartphones und Tablets gearbeitet, sagte er. Außerdem hat nun der Freistaat Bayern ein Förderprogramm aufgelegt, um die W-Lan-Versorgung in den Schulen auszubauen (Digitalpakt Schule 2020).
Weil die Stadt da nicht leer ausgehen will und weil W-Lan inzwischen zum Standard gehört, musste der alte Beschluss aufgehoben werden. "Auf den Verzicht verzichten", nannte es Feiler. Selbstverständlich werde die Stadtverwaltung weiterhin darauf achten, dass nur strahlungsarme Geräte eingesetzt werden. Dem Verwaltungssenat war das nicht einmal mehr eine Diskussion wert - einstimmig wurde beschlossen, dass die Stadt ihre W-Lan-Infrastruktur ausbauen kann. sb