Die einheimischen Gastgeber sind bereits "Lutherfinder", die Gäste wollen es werden: Mitte April machten sich Teilnehmer der gleichnamigen Ausbildung, die von der Evangelischen Erwachsenenbildung in Thüringen durchgeführt und von der Initiative Rodachtal getragen wird, von Ahorn auf den Weg nach Eisenach und zur Wartburg. Ihr Ziel: An diesen beiden seiner ehemaligen Wohnorte noch mehr über den Reformator zu erfahren.
Auf der Wartburg übersetzte Martin Luther bekanntlich 1522 das Neue Testament. Gut 20 Jahre früher, von 1498 bis 1501, besuchte er in Eisenach die Lateinschule und wohnte währenddessen im Haus der Patrizierfamilie Cotta.
Deren Wohnhaus, das heute als "Lutherhaus" ein Museum ist, bildete eine der Stationen des ausgiebigen Stadtrundgangs. Los ging es jedoch am Lutherdenkmal, wo Gästeführerin Ina Conrad die Gruppe begrüßte. Sie leitete ihre angehenden Kollegen sowie Touristiker aus dem Coburger und Heldburger Land zunächst zum Denkmal und Museum für Johann Sebastian Bach. Bach vertonte 30 von 37 Liedern Luthers. "Ohne Luther kein Bach", heißt es. Weitere Stationen waren die Georgenkirche, das Lutherhaus und natürlich die Wartburg. Diese Exkursion war der bisherige Höhepunkt in der umfangreichen Ausbildung der "Lutherfinder", da waren sich alle Teilnehmer einig, als sie am frühen Abend etwas geschafft, aber hochzufrieden den Heimweg antraten. bek