Eine gut besuchte Bürgerversammlung machte am Donnerstagabend deutlich, wie interessiert die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Himmelkron an der Arbeit ihres Bürgermeisters und des gesamten Gemeinderates sind. Bürgermeister Gerhard Schneider legte einen umfangreichen und zugleich auch von Erfolg geprägten Rechenschaftsbericht vor und Landrat Klaus Peter Söllner sprach von einer tollen Entwicklung der Gemeinde: "Ich kann nur den Hut ziehen vor der Entwicklung, die Himmelkron in den letzten Jahren genommen hat. Und das sowohl von der Einwohnerentwicklung als auch der Resonanz auf eure Gewerbegebiete."
Himmelkron hat nach Söllners Worten eine enorme Entwicklung in der Steuerkraft genommen, denn derzeit liegt die Gemeinde nach Kasendorf auf Platz 2 im Landkreis: "Ihr habt in den vergangenen Jahren sehr, sehr viel richtig gemacht und seid hervorragend unterwegs. Darauf können wir im Landkreis Kulmbach stolz sein und auch davon profitieren."
Das zurückliegende Jahr war für die Gemeinde erneut von sehr positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt, die die Entwicklungen auch in der Gemeinde begünstigt haben. Schneider verwies auf ein umfangreiches Arbeitspensum mit zahlreichen Sitzungen und stellte fest: "Der Gemeinderat hat sich stets bemüht, die anstehenden Entscheidungen sachgerecht und am Wohl der Bürger orientiert zu treffen. Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur und zur Verschönerung des Ortsbildes haben auch im Jahr 2017 wieder den Schwerpunkt der gemeindlichen Arbeit und Entwicklung gebildet."


Projekt "Geiersbach" läuft

Als herausragende Maßnahmen nannte der Bürgermeister den abgeschlossenen Ausbau der DSL-Versorgung in der Gemeinde, mit dem ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung ging: "Damit stehen seit November letzten Jahres überall in den Ausbaugebieten Übertragungsraten von mindestens 30 Mbit zur Verfügung und in den Gewerbegebieten sogar von 100 Mbit."
Die größte Einzelmaßnahme, die 2017 endgültig auf den Weg gebracht wurde, war die Verlegung und Renaturierung des "Geiersbaches" entlang der Bahntrasse, verbunden mit der Errichtung eines ersten Teilstücks des Radweges. Hierfür wurden bisher für insgesamt 658 000 Euro an Bauleistungen vergeben. Weiter nannte der Bürgermeister die Erschließung eines neuen Wohnbaugebietes an der Königsberger Straße mit Vergabekosten von 495 000 Euro. Als einen Teilerfolg bezeichnete Schneider die Aufstufung zum Mittelzentrum gemeinsam mit Bad Berneck und Gefrees: "Wir hoffen weiterhin, dass die anderen bisher noch nicht berücksichtigten Kommunen bis zum endgültigen Landtagsbeschluss noch eine Chance zur Aufnahme in das gemeinsame Mittelzentrum finden."
Schneider gab noch einen Ausblick auf das laufende Haushaltsjahr. Die größte Herausforderung ist dabei die Schaffung weiterer Krippenplätze. Hier findet in Kürze ein Fördergespräch bei der Regierung statt und danach soll es mit der Ausschreibung der Arbeiten und auch dem Bau beginnen. Dabei gab Schneider noch eine aktuelle Nachricht bekannt: "Ab September diesen Jahres steht eine Übergangslösung zur Verfügung." Mit vielen weiteren Maßnahmen machte Gerhard Schneider deutlich, dass der Himmelkroner Gemeinderat auch in Zukunft voll gefordert sein wird.
Die anschließende Aussprache verlief ausgesprochen sachlich, hatte aber keine Anträge an den Gemeinderat zur Folge. Sot stellten beispielsweise Klaus-Dieter Schoberth und Wilhelmine Denk die Notwendigkeit eines weiteren Gewerbegebietes in Frage. Bürgermeister Gerhard Schneider begründete die Bemühungen der Gemeinde mit einer weiteren Stärkung des Wirtschaftsstandortes Himmelkron.