Die Hauptfassade der neuen Mehrzweckhalle sollte besonders attraktiv werden und "mehr Außenwirkung haben", wie Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) in der jüngsten Gemeinderatssitzung sagte. Das Ratsgremium hatte sich daher für eine "hinterlüftete Fassadenverkleidung" aus speziellen Tafeln entschieden, deren Optik allen zugesagt hatte.
Nach der Ausschreibung mussten die Räte jedoch eine bittere Erfahrung machen. Diese Art der Fassadengestaltung kommt viel zu teuer. "Die Halle wird ohnehin teurer als anfangs geschätzt", sagte Friedrich Großkopf (WG Oberer Weisachgrund). Man müsse aufpassen, dass das kein Fass ohne Boden werde. Rund 80 000 Euro teurer als gedacht waren die vorliegenden Angebote ausgefallen. Da sie nur wenig voneinander entfernt lagen, war davon auszugehen, dass diese Art der Gestaltung einfach so kostspielig ist.
Bei der Beratung kam zwar zur Sprache, dass eine so gestaltete Fassade auf lange Sicht gesehen weniger Unterhaltskosten verursache. Wartungskosten, beispielsweise Streichen wie bei den verputzten Fassaden, würden wegfallen. "Für 80 000 Euro können wir aber viel streichen", gab Großkopf zu bedenken. Am Ende war man sich einig, die Ausschreibung wegen Unwirtschaftlichkeit aufzuheben.
Die übrigen Gewerke der Veranstaltungshalle wurden wie vom anwesenden Architekten Erich Popp empfohlen, vergeben. Mit der Ausführung des Sportbodens wurde die Firma Haro aus Stephanskirchen zum Angebotspreis von 25 743 Euro beauftragt. Die Stahlbauteile benötigen eine Beschichtung, damit sie sich im Brandfalle nicht verziehen. Die Arbeiten wurden an die Firma Heinrich Schmidt aus Nürnberg zur Angebotssumme von 10 320 Euro vergeben.
Den Einbau eines Estrichs unter dem Sportboden soll die Firma Rüttger aus Iphofen ausführen. Die Angebotssumme betrug 28 553 Euro. Sofern keine Trocknung notwendig werde, könnten die Arbeiten jedoch günstiger werden, informierte Bürgermeister Lottes.
Schlosserarbeiten werden am Hallenneubau für die Konstruktion des Glasgeländers notwendig wie auch für die Rampe, die den Übergang zum Mehrgenerationenhaus darstellt. Sie sollen durch die Firma Greuther Schmied zum Preis von 21 898 Euro ausgeführt werden. Wie der Bürgermeister mitteilte, soll am Freitag, 20. Juli, an der Halle Richtfest gefeiert werden.