Ab 1. Juni 2018 beginnt die Kinderklinik am Regiomed-Klinikum Coburg in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen mit der "KiDSafe"-Studie. Wie das Akronym bereits andeutet, soll die Behandlung von Kindern sicherer werden. Dazu sollen Nebenwirkungen von Medikamenten bei Kindern erfasst und überprüft werden, ob diese durch die Installation einer Verordnungssoftware und Schulungen in den einweisenden Arztpraxen reduziert werden können, teilt das Coburger Klinikum mit.
Viele Arzneimittel sind nicht oder nur unzureichend an Kindern getestet. Arzneimitteltestungen bei Erwachsenen lassen sich nicht eins zu eins auf den kindlichen Organismus übertragen, da der kindliche Stoffwechsel mit seiner enormen Dynamik während der Wachstumsphase einer ständigen Veränderung unterworfen ist. Studien haben ergeben, dass es bei Kindern viel zu häufig zu Neben- und Wechselwirkungen bei der Einnahme von Medikamenten kommt. Dies betrifft nicht nur verschreibungspflichtige, sondern auch frei zugängliche oder pflanzliche Medikamente.
Im Rahmen einer bundesweiten Studie, gefördert vom Gemeinsamen Bundesausschuss (g-BA), sollen nun die Nebenwirkungen der Medikamente bei akut in der Kinderklinik Coburg stationär aufgenommenen Kindern erfasst werden. Mittels einer Intervention wird dann in ausgesuchten Arztpraxen eine Schulung durchgeführt und eine Verordnungssoftware installiert, die alle Informationen enthält, die Ärzte bei Verordnung eines Medikamentes bei Kindern wissen müssen. Diese Maßnahmen sollen die Verordnung von Medikamenten bei Kindern sicherer machen. In einem weiteren Schritt soll anschließend bei den teilnehmenden Kindern gemessen werden, ob durch die Intervention tatsächlich weniger Neben- und Wechselwirkungen aufgetreten sind. Für Fragen zur Studie steht die Kinderklinik Coburg (Telefon 09561/22-5551) jederzeit zur Verfügung. red