Im Juli verzeichnete der Landkreis Lichtenfels erstmals seit Beginn der durch das Coronavirus bedingten Krise eine leichte Verringerung der Arbeitslosigkeit. In den vergangenen vier Wochen hat sich die Beschäftigungslosigkeit um 13 Personen (- 0,8 Prozent) auf 1702 reduziert. Vor einem Jahr war die Zahl der Arbeitslosen um 455 Männer und Frauen bzw. 36,5 Prozent niedriger gewesen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr hat im letzten Monat um 14,5 Prozent (- 71 Personen) abgenommen.

127 Personen, 31,4 Prozent beziehungsweise 58 weniger Menschen als im letzten Jahr, verloren im Juli ihre Beschäftigung. Gleichzeitig fanden mit insgesamt 111 Personen zwei mehr einen neuen Arbeitsplatz als im Vorjahr. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren stieg im letzten Monat um 8 oder 4,4 Prozent auf 191.

Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent

Die Arbeitslosenquote reduzierte sich im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr zählte sie noch 3,2 Prozent.

Der Arbeitgeberservice bekam im Juli von den Betrieben 171 sozialversicherungspflichtige Stellenangebote gemeldet. Das sind 19,0 Prozent (- 40) weniger als im Jahr 2019. Im Pool sind derzeit 869 Jobofferten, 194 (- 18,3 Prozent) weniger als im letzten Jahr.

Der Arbeitsmarkt der Agentur Bamberg-Coburg umfasst Stadt und Landkreis Bamberg, Stadt und Landkreis Coburg sowie die Landkreise Forchheim, Kronach und Lichtenfels. Auch im Juli waren die Folgen der Corona-Krise im gesamten Agenturbezirk spürbar. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit flaute jedoch deutlich ab: In Forchheim erhöhte sich diese um 3,4 Prozent, im Landkreis Bamberg um 2,1 Prozent sowie in der Stadt Bamberg um 2,0 Prozent. In der Stadt Coburg (+ 0,1 Prozent, + eine Person) und im Landkreis Coburg (+ 0,2 Prozent, + vier Personen) stagnierte sie. Neben dem Landkreis Lichtenfels verbuchte auch der Landkreis Kronach erstmals seit April einen leichten Rückgang um 0,8 Prozent.

Im Vergleich zu 2019 hat das Bamberger Land (+ 47,3 Prozent) die größte Erhöhung der Arbeitslosenzahl, gefolgt vom Landkreis Coburg (+ 38,6 Prozent), dem Landkreis Lichtenfels (+ 36,5 Prozent), Forchheim (+ 36,4 Prozent) sowie den Städten Bamberg und Coburg mit jeweils plus 32,4 Prozent. Kronach verzeichnet mit 18,2 Prozent den kleinsten Anstieg. red