Bei bester Gesundheit hat der Apotheker Wolf-Dietrich Kürsten gestern in Zapfendorf seinen 90. Geburtstag gefeiert.
Als Jahrgang 1928 erlebte der Jubilar in seinem gesamten Leben historische Ereignisse, die viele Mitmenschen lediglich aus den Geschichtsbüchern kennen. In Arnstadt/Thüringen geboren, war seine Kindheit durch den Zweiten Weltkrieg geprägt. So war Wolf-Dietrich Kürsten ab 1944 mit erst 16 Jahren zuerst als sogenannter Flakhelfer und in den letzten Kriegswochen als Wehrmachtssoldat im Einsatz und überlebte auch danach die mehrmonatige Kriegsgefangenschaft. Erst nach 1945 konnte er seine schulische Laufbahn mit dem Abitur beenden. Sein sehnlichster Wunsch, Pharmazie zu studieren, wurde ihm aus politischen Gründen in der damaligen DDR verwehrt. Deshalb entschied er sich, seine Heimat und Familie zu verlassen, um unter größten Entbehrungen in der Bundesrepublik Deutschland in Bamberg und Erlangen zu studieren. Hier schloss er erfolgreich nicht nur sein Pharmaziestudium, sondern auch sein Chemiestudium ab. Es folgte seine erste Anstellung als Apotheker in Nürnberg. Danach war er Pachtapotheker in Burgpreppach und Nittenau. 1962 gründete er die Sonnen-Apotheke in Zapfendorf und war seit jeher Apotheker mit Leib und Seele.
Dank guter Gesundheit kann Wolf-Dietrich Kürsten auch nach der Apothekenübergabe an seinen jüngsten Sohn Holger (2003) in der Apotheke noch tagtäglich präsent sein. Am Ehrentag freute er sich über die Besuche von Bürgermeister Volker Dittrich, Pfarrer Kornelius Holmer sowie seinen drei Söhnen mit Ehefrauen und den drei Enkelkindern. red