Zu einem Informationsaustausch trafen sich Bürgermeister Hermann Anselstetter und die CSU-Landtagsabgeordneten Ludwig Freiherr von Lerchenfeld und Martin Schöffel mit Marktgemeinderäten im Rathaus. Anselstetter stellte die aktuell geplanten Gemeindeprojekte vor und bat die Abgeordneten um Schützenhilfe für eine optimale Förderung. "Sie haben uns auf dem Weg zum gemeinsamen Mittelzentrum von Beginn an unterstützt. Ob bei Arbeitsgesprächen oder im Bayerischen Landtag, Sie standen immer auf unserer Seite. Deshalb bitte ich Sie im Namen unserer fünf Antragskommunen nun, Ihre Argumente für ein autobahnnahes Sechserzentrum mit Gefrees in eine positive Entscheidung einfließen zu lassen."
Der Bürgermeister präsentierte das angestrebte A-9-Mittelzentrum als den Kooperationskern, der die beste Verkehrslage mitbringt, um ein auf das gesamte Kulmbacher Land ausstrahlendes Entwicklungszentrum aufzubauen.


An der Verkehrsschlagader

"Diese Ideallage an der Verkehrsschlagader Berlin-München, an der A 70, an zwei Bahnhöfen, an den Bundesstraßen B 2 und B 303 sowie an den Brückenköpfen zweier Landkreise findet man nirgendwo anders im Landkreis", stellte Anselstetter fest und fügte hinzu: "Nordostoberfranken muss es wert sein, ein solch entwicklungsträchtiges Areal als Modellprojekt unter dem Dach eines Mittelzentrums zu vereinen."
Als ein dringliches Projekt stellte der Bürgermeister die Umgestaltung des Ärztehauses zu einem barrierefreien und behindertenfreundlichen Versorgungsgebäude vor. "Ich bitte Sie um Unterstützung auf der Suche nach einem Weg zur Bezuschussung des 450-000 Euro-Projektes aus Städtebauförderungsmitteln." Der Bürgermeister informierte die beiden Abgeordneten auch über die geplante Revitalisierung der Denkmalhäuser Marktplatz 10 und 12. Als Plan B zu einem Hochzeitskulturprojekt mit Hochzeitsmuseum und Saal stellte er den Umbau zu einem Bürgersaal mit Seniorentreff und Hochzeitsarchiv vor. In beiden Fällen haben der barrierefreie Zugang zur Kirche und ein öffentliches WC Priorität. "Leider gibt es aktuell keine Chance, das in Europa einmalige Spezialmuseum für Hochzeitskultur zu verwirklichen. Das Defizit von rund 110 000 Euro übersteigt unsere finanziellen Kräfte. Dies ginge nur über ein Sponsoring." Anselstetter zeigte sich erfreut, dass die Regierung von Oberfranken einen barrierefreien Kur-Rundweg an der "Schorgast" beim früheren Schützenhaus fördern würde.


Beeindruckende Zusammenarbeit

MdL Martin Schöffel hielt es für wichtig, dass man bezüglich des Aufstufungsantrages zum Mittelzentrum im Gespräch bleibe. Er bezeichnete es als sehr beeindruckend, in welch enger Zusammenarbeit die fünf Kommunen das Ziel eines gemeinsamen Mittelzentrums mit Gefrees verfolgten. Obwohl es wünschenswert sei, könne ein Sechserzentrum nicht so leicht durchgesetzt werden. Die Entscheidung für den weiteren Weg liege beim Ministerium.
MdL Ludwig Freiherr von Lerchenfeld betonte, dass es notwendig sei, gemeinsam dranzubleiben. Ein Modellprojekt zur Aufstufung der sechs Orte wäre gut.
Bezüglich der Generalsanierung der Denkmalbauten Marktplatz 10 und 12 sprachen sich beide Abgeordnete mit Blick auf die künftige Nutzung für einen Dialog mit dem Posthotel aus. Die Abgeordneten hielten es für ratsam, neben einem Bürgersaal auch ein verkleinertes Hochzeitsmuseum mit Archiv noch einmal zu prüfen.