Seit Anfang August ist der Turnverein Michelau stolzer Besitzer eines ganz besonderen Geräts. Es hat etwa die Größe einer Damenhandtasche und kann Leben retten. Der Defibrillator, auch Schockgeber genannt, kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen beenden. Der "Defi" erhöht damit die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung, kann sie aber nicht ersetzen.

Entscheidend bei der Defibrillation ist der schnelle Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Aus diesem Grund werden im öffentlichen Raum immer mehr automatisierte externe Defibrillatoren (AED) platziert.

Es ist also sinnvoll, einen dieser modernen Defibrillatoren in der Michelauer Angerturnhalle zu platzieren, da die Halle bei Veranstaltungen oft von hunderten Besuchern genutzt wird.

Die Initiative ergriffen Mitglieder der Männergymnastikgruppe, die sich über die Sparkasse um einen Zuschuss bemühten und den Restbetrag als Spende aus ihrer "Geburtstagkasse" zur Verfügung stellten.

Finanziert wurde das Gerät durch die Sparkasse Coburg-Lichtenfels (1000 Euro) und die Männergymnastikgruppe (600 Euro). Im Beisein der Sparkassenbetriebswirte Markus Engel und Stefan Schreyer wurde das neue Gerät an den Vorsitzenden des Turnvereins Michelau, Clemens Weisser, übergeben. Nun will man überlegen, an welcher Stelle der Defibrillator angebracht wird, damit er im Notfall, der hoffentlich nie eintritt, rasch eingesetzt werden kann. kag