Engagiert brachten die Baiersdorfer anlässlich des Bürgergespräches ihre Anliegen vor. Dabei kristallisierte sich heraus, dass vor allem die Ausweisung von Baugrundstücken für die zukünftige Entwicklung als wichtig empfunden wird.
Bürgermeister Robert Hümmer ging auf den Bau einer neuen Fahrzeughalle für die Feuerwehr ein. Außerdem werde die Wehr voraussichtlich 2019 ein Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten.
Angesprochen wurde die Parkplatzsituation an der Grundschule und an der katholischen Pfarrkirche am frühen Morgen und in der Mittagszeit. Wenn die Kinder zur Schule gebracht und abgeholt werden, herrsche hier Verkehrschaos. Außerdem sahen die Einwohner die Gemeinde bei der baulichen Entwicklung von Baiersdorf in der Verantwortung. Baptist Fischer erinnerte daran, dass das letzte Baugebiet 1978, vor mittlerweile 40 Jahre entstanden sei. In anderen Ortsteilen würden regelmäßig neue Baugebiete ausgewiesen, so Gerhard Stark, nur in Baiersdorf gehe nichts voran. Dies wäre auch für die Zukunft wichtig, damit junge Menschen hierblieben und Baiersdorf sich nicht zu einem "Seniorendorf" entwickele.
Bezüglich der neuen gemeinsamen Wanderkarte konnte sich Simon Seidel die Bemerkung nicht verkneifen, dass dabei sehr viel von einer bestehenden Wanderkarte, von der noch reichlich Exemplare vorhanden sind, "abgekupfert" worden sei. Es wäre dienlich gewesen, wenn bei dieser "Neuauflage" das heimische Hotel- und Gaststättengewerbe ebenfalls mit einbezogen gewesen wäre. Zudem seien Einrichtungen in der Wanderkarte vorhanden, die es überhaupt noch nicht gibt (Mainbrücke, Keltenspielplatz auf dem Kordigast).
Trotz der neuen Wasserbehälter, so Alexander Fischer, sei der Wasserdruck in der Mainecker Straße nicht überall ausreichend. Er brachte auch die Geruchsentwicklung durch die Biogasanlage zur Sprache, die in schöner Regelmäßigkeit den gesamten Gemeindeteil überziehe und dies nicht etwa nur einige Stunden, sondern mitunter den ganzen Tag. Er komme in ganz Bayern herum, sagte Baptist Fischer, und sehe dabei viele Biogasanlagen, die alle schön eingehaust sind, in Baiersdorf werde über das Material nur eine Plane gelegt. Hubert Pechtl äußerte den Wunsch auf einen Geh- und Radweg zwischen Baiersdorf und Weismain und die Wiederaufstellung eines Sandsteinbildstockes. Auch das Engagement der "Zeitreiseakteure", die sich darum bemühen, die Geschichte lebendig werden zu lassen, fand abschließend eine anerkennende Würdigung.