Seitdem Schaeffler im September seine weitreichenden Abbaupläne in Deutschland ankündigte, liefen die Aktivitäten von Betriebsrat und IG Metall - trotz Corona - auf Hochtouren. Die Maßnahmen des Konzerns sollten auf den Prüfstand gestellt und Alternativen entwickelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der IG Metall und des Betriebsrates. Zur Unterstützung beauftragte der Betriebsrat die arbeitnehmernahen Berater des "Info-Institutes". In der vergangenen Woche wurden dem Arbeitgeber die Gutachten des Instituts vorgestellt. Für die stark betroffenen Standorte im Bereich "Industrie" Eltmann und Wuppertal, sowie den Teilbereich der Standorte Schweinfurt und Höchstadt, wurde demnach ein gemeinsames Alternativpaket präsentiert. Auch dieses Konzept sieht vor, dass Produkte wegfallen oder innerhalb der Standorte verschoben werden - aber es soll auch Bereiche geben, die ausgebaut beziehungsweise neu dazukommen. Anders als vom Arbeitgeber vorgesehen wären deutlich weniger Arbeitsplätze betroffen, so IG Metall und Betriebsrat. Werkschließungen in Wuppertal und Eltmann könnten so verhindert werden und knapp 1000 Beschäftigte an beiden Standorten bleiben. red