Das Thema "Begräbniswald" beschäftigt auch die Eberner SPD und ihre Stadtratsmitglieder. Wie mehrfach berichtet, wirbt Hermann Freiherr von Rotenhan für so eine Ruhestätte in seinem Wald, er würde sie auch betreiben.
Doch so einfach sei das nicht machbar, erklärte SPD-Stadtratsmitglied Werner Freibott nach einer Vorstandssitzung des
SPD-Ortsvereins: "Da muss so viel geregelt werden, bevor mit einem möglichen Betreiber gesprochen wird. Geklärt werden muss: Wollen wir eine weiteres Angebot, oder sollen nur Alternativen auf unseren bestehenden Friedhöfen angeboten werden?", erläutert Freibott.
SPD-Ortsvereinsvorsitzende Brunhilde Giegold erinnerte daran, dass die SPD den Naturfriedhof in Trappstadt besichtigt habe.
Dort habe sich gezeigt, dass eine solche Einrichtung gut in kommunaler Hand zu betreiben sei. Dort seien der ehemalige Bürgermeister und der frühere Forstrat ehrenamtlich aktiv und sparen so der Gemeinde und denjenigen, die für die Bestattungen in dem Waldstück aufkommen müssen, erhebliche Kosten.
Auch auf den bestehenden Friedhöfen sollen alternative Bestattungsformen angeboten werden, das sei gewünscht. Grabstätten mit wenig oder gar keinem Pflegeaufwand für die Angehörigen könnten in den Friedhöfen der Stadt eingerichtet werden, so Freibott.
Einige davon hat sich die SPD in Ahorn angeschaut: Urnengräber in einer Wiese unter einem Baum, in einer Blumenwiese, mit einer Stele mit den Namen, kleine Urnengrabplatten in einer Wiese, Einzel- oder Familienurnengräber auf einem Steinfeld. 
"Das alles ist auch auf unseren Friedhöfen im Stadtgebiet Ebern vorstellbar", ergänzt Brunhilde Giegold. "Wir werden uns weiter umschauen und weitere Vorschläge einbringen. Das können auch die Bürger gerne tun."
Die Entscheidung über das Friedhofswesen und über einen zusätzlichen Waldfriedhof wirke sich über Jahrzehnte hinweg aus. Das müsse ausführlich beraten werden,  war die einhellige Meinung der SPD-Vorstandsmitglieder.
Beim offenen Bürgerstammtisch am heutigen Mittwoch, 24. Januar, um 19.30 Uhr, im Gasthof "Post", soll das Thema vertieft werden. Unter anderem werden alternative Grabanlagen vorgestellt, die auf bestehenden Friedhöfen umgesetzt werden können.
Weitere Themen sind die Erschließungsstraße ins Mannlehen, der Erhalt der Xaver-Mayr-Galerie und die Haushaltsplanung. ft