Eine weitere Entscheidung Richtung Neubau eines Kindergartens traf der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag. Der Neubau soll in der Seilersgasse 8 erfolgen. Dazu muss allerdings die ehemalige Schule abgerissen werden. Das kostet immerhin mindestens 150 000 Euro, wobei es dazu Fördermittel von 80 Prozent über die Initiative "Innen statt Außen" gibt.

Für 2021 ist die Ausschreibung des Abrisses geplant. Natürlich hat jedes Vorhaben seine Vorteile und Nachteile. Als nachteilig für die Realisierung der Barrierefreiheit werden die Topographie genannt sowie die Abriss- und Entsorgungskosten. Vorteile wären keine Bauleitplanung, geringe Erschließungskosten und der damit verbundene mögliche Umbau des Vereinshauses Alte Bäckerei.

Kein Standort "Waldwiese"

Zweite Bürgermeisterin Marita Pollex-Claus (CSU) meinte dazu: "Der geeignete Standort ist die alte Schule." Rainer Mattern, der Geschäftsführer des Kirchengemeindeamtes, stand den Räten für dieses Vorhaben Rede und Antwort. Auch er hielt sich an die Einschätzung der Regierung von Oberfranken, die einen Neubau anstelle einer Sanierung des jetzigen Kindergartens favorisiert.

Eine weitere Alternative wäre ein Neubau auf der "Waldwiese"; dies hatte Pfarrer Rolf Roßteuscher befürwortet. Der Gemeinderat lehnte diese Variante jedoch ab.

Ein weiterer großer Tagesordnungspunkt war der Gemeindehaushalt. "Wir sind in der Corona-Krise mit dem blauen Auge davongekommen", meinte Bürgermeister Bastian Büttner (CSU) bei der Vorstellung des Haushaltes 2020 durch Kämmerer Heiko Vogel. Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit seien aber weiterhin das oberste Ziel, betonte Büttner. Immerhin sollen rund zwei Millionen Euro investiert werden, unter anderem zunächst 100 000 Euro in den Kindergarten, eine Million Euro in den Bauabschnitt 3 der Städtebauförderung, 215 000 Euro in Straßensanierungen, 70 000 Euro in den Neubau der Brücke am Beckenhaus, 150 000 Euro in die Straße Herrschaftsfeld und 300 000 Euro in Kanalsanierungen.

Die Finanzierung der Investitionen sieht laut Plan so aus: Zuführung von 478 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt, 470 000 Euro durch Einnahmen aus Verkäufen und 1,96 Millionen Euro durch Investitionszuweisungen. Kreditaufnahmen werden nicht erforderlich.

Im Verwaltungshaushalt werden 600 000 Euro an Gewerbesteuer erwartet und 1,5 Millionen Euro an staatlichen Zuweisungen. Die Zuweisung für den Kindergarten beträgt 255 000 Euro und an Konzessionsabgaben Strom und Gas und Stromverkauf werden 60 000 Euro erwartet.