40 Mitglieder waren anwesend, als bei der Gründungsversammlung am 15. Januar 1890 die Sektion Erlangen des Deutschen Alpenvereins ins Leben gerufen wurde.

Der Verein verstand sich ganz nach dem Vorbild des 20 Jahre zuvor in München gegründeten Dachverbandes als "bildungsbürgerlicher Bergsteigerverein" und verfolgte das Ziel, touristische Erschließung voranzutreiben und "die Kenntnis der Alpen zu verbreitern und ihre Bereisung zu erleichtern". Jetzt feierte die Sektion ihren 130. Geburtstag, wie der Alpenverein mitteilt.

Ungeahnte Entwicklungen

Damals hatte wohl niemand mit den Entwicklungen gerechnet, die auf den Tourismus, den Alpinismus und damit auch auf die Sektionen des Deutschen Alpenvereins zukommen würden. In der Festschrift zum 100-jährigen Bestehen ist zu lesen: "Das Sektionsleben entwickelte sich gut, die Mitgliederzahl hat sich am Jahresende bereits auf 57 erhöht."

Heute hat der DAV Erlangen fast 10 000 Mitglieder und ist damit der größte Sportverein der Stadt. In den vergangen Jahrzehnten erbaute die Sektion mit der Erlanger Hütte eine Hochgebirgshütte in den Ötztaler Alpen (Eröffnung 1931), richtete eine erste Geschäftsstelle mit Mitgliederverwaltung und Bücherei ein (1976), gab der wachsenden Erlanger Sportklettergemeinde mit dem Kletterkeller Bruck (1988) und der Hanne-Jung-Kletterhalle (1998) eine städtische Treff- und Trainingsmöglichkeit und erwarb schließlich mit dem Falkenberghaus auch eine Mittelgebirgshütte im nahen Artelshofen (2015).

Vereins- und Kletterzentrum

Auch im Jahr des 130-jährigen Bestehens ist alles andere als Stillstand in Sicht: Ende 2020 soll mit der Sparkassen-Bergwelt das neue Vereins- und Kletterzentrum des DAV Erlangen eröffnet und in Sachen urbane Klettermöglichkeiten noch eins draufgesetzt werden. Im Laufe des Jahres sind neben den regelmäßigen Veranstaltungen vor allem Jubiläumsaktionen der Sektion geplant. red