Coburg — Die stolze Summe von 4000 Euro floss als Spende der "Aktivsenioren Bayern" an die Stiftung krebskranke Kinder für Coburg. In einer großen Spendenaktion hat der gemeinnützige Verein mit Hauptsitz in München insgesamt 114 000 Euro in Bayern zur Verfügung gestellt. Die Übergabe der 4000-Euro-Spende fand in den Räumen der Sparkasse Coburg-Lichtenfels statt.
In der Region Oberfranken gehen die Spendengelder an das Projekt "Zahltag" des Don-Bosco-Jugendwerkes Bamberg, an die Geschwister-Gummi-Stiftung, Kulmbach, und eben an die Stiftung krebskranker Kinder für Coburg, wie Rudolf J. Beuerlein, zuständig für die Region Oberfranken, bei einem Pressegespräch wissen ließ.
Im eingetragenen Verein Aktivsenioren Bayern sind mehr als 300 ehemalige Unternehmer, Selbstständige sowie Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Banken vertreten, die ihr umfangreiches Wissen ehrenamtlich weitergeben. Sie beraten Existenzgründer und Freiberufler, kleine und mittelständische Unternehmen aus Dienstleistung, Handel, Handwerk und Industrie.
Die jetzt gespendeten Gelder stammen im Wesentlichen aus dem Engagement der Aktivsenioren in den neuen Bundesländern Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums und der Treuhand AG wurden dort Handwerksbetriebe und mittlere Unternehmen in der schwierigen marktwirtschaftlichen Transformation unterstützt und vielfach über mehrere Jahre begleitet.
Und hier kommt die Spende an die Coburger Stiftung für krebskranke Kinder gerade recht, wie Klaus Jürgen Leger, ehemals Vorstandsvorsitzender des Stiftungsvorstandes, bei der Spendenübergabe betonte. "Das Geld geht auf einen heißen Stein", meinte er und ergänzte: "Die Kinder haben viel einstecken müssen, waren ganz unten und sollten gehört werden, denn eine Schulförderung bedeutet Lebensqualität." Gerade während des Aufenthaltes im Klinikum, in der Therapiephase zuhause und bei der Wiedereingliederung in Schule, Freundeskreis und Verein ist auch finanzielle Unterstützung nötig. An Krebs erkrankte schulpflichtige Kinder sind in der Regel circa zwei Jahre fast nicht schulfähig. Die Mittel aus der Spende sollen deshalb zur teilweisen Finanzierung von Ausgaben für Nachhilfeunterricht (die Lehrer kommen direkt nach Hause für den Einzelunterricht) während der klinischen Phase und bei Reintegration in die Regelschule in der nachklinischen Phase verwendet werden. "Der Anschluss darf nicht verpasst werden", so Uwe Rendigs, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Geplant ist deshalb, die Spendensumme gezielt einzusetzen für ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Arnold-Gymnasium in Neustadt. Dort sollen künftig die betroffenen Schüler in den Unterricht integriert werden. dav