"Da muss man etwas Geld in die Hand nehmen", kommentierte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) einen Antrag der Freien Wähler. Ortssprecher Tim Scheppe erläuterte in der Sitzung den FW-Antrag auf Wiedereröffnung des Spielplatzes am Aischer Tannenweg. "Es sind wieder mehr Kinder da", so Scheppe. Eine Umfrage habe in diesem Bereich 70 Kinder bis zu 13 Jahren ergeben. Vor einigen Jahren sei der Abenteuerspielplatz am Tannenweg aufgelöst und eine Teilfläche davon zur Wohnbebauung vermarktet worden, schreibt FW-Fraktionssprecher Günter Münch im Antrag.
Der hintere Bereich des Grundstücks sei nicht verkauft worden und stehe als Fläche für einen Spielplatz zur Verfügung. Im Bebauungsplan sei das Areal als Spielplatz ausgewiesen und die Bürger hätten damals dafür einen Beitrag entrichtet. Den Anwohnern sei zugesichert worden, dass der Spielplatz wieder aktiviert werde, sobald aufgrund der Kinderzahlen Bedarf vorhanden sei. Entsprechende Haushaltsmittel sollten in den Etat 2019 eingestellt werden, beantragt Münch. Es solle auch geprüft werden, ob Zuschüsse fließen könnten. Das Versprechen solle eingehalten werden, sagte Fischkal.
Bislang sei der Beschluss nicht umgesetzt worden, weil zunächst keine Kinder da waren. Die komplette Ausstattung mit Spielgeräten kommt nach Fischkals Schätzung auf rund 40 000 Euro. Die Boden- und Erdarbeiten seien in der Summe noch nicht enthalten. Das Areal sei in den vergangenen Jahren nicht gepflegt worden. Laut Fischkal sollte aber auch geprüft werden, ob es "in dieser Ecke" in Aisch Alternativen für einen Spielplatz gebe. Dann müsse jedoch über eine neue Nutzung für die vorhandene Fläche nachgedacht werden.
Der Antrag wurde in der Sitzung ausführlich diskutiert. Andreas Maier (CSU) plädierte dafür, zentral in Aisch "etwas Gscheit's zu machen". Jörg Bubel (SPD) vertrat die Meinung, man brauche auch kleine Spielflächen, die fußläufig gut zu erreichen seien. Sie verstehe die ganze Diskussion nicht, sagte Marion Bierlein (FW). Schließlich sei das ja schon einmal ein Spielplatz gewesen. Also solle man es dabei belassen und attraktive Geräte aufstellen. Am Ende einigte man sich darauf, die Kosten zu ermitteln und sie in die Haushaltsberatungen des kommenden Jahres einzubeziehen. Falls ein alternativer Standort gefunden werde, soll darüber erneut diskutiert werden. See