An der Spitze der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) Schmeilsdorf gibt es ein neues Gesicht. Nach knapp 25 Jahren bei der Rummelsberger Diakonie wurde Richard Stark (63) in den Ruhestand verabschiedet. Sein Nachfolger ist Thomas Mahr (48). Nahezu 100 Gäste kamen zu einer Feierstunde in die Werkstatt Schmeilsdorf.
"Eine Ära geht zu Ende." Mit diesen Worten würdigte Fritz Glock, Regionalleiter Oberfranken der Rummelsberger Diakonie, den langjährigen Werkstattleiter. In den vergangenen 17 Jahren habe Stark seine umfassenden Kenntnisse sehr ruhig und bedacht eingebracht. "Durch die qualitativ hochwertige Arbeit in der Werkstatt hat er ein großes Netzwerk aufgebaut", sagte Glock.
Viel Wertschätzung brachten dem Werkzeugmachermeister auch die anderen Redner entgegen. Besonders hervorgehoben wurde immer wieder die Weitsichtigkeit des langjährigen Leiters beim Bau der neuen Werkstatt. "Die Räume sind hoch und lichtdurchflutet", brachte es Friedrich Weickmann, Leiter der Altmühltal-Werkstätten in Treuchtlingen, auf den Punkt.
Zu Beginn der Feier spielte die Werkstatt-Band drei Stücke und lud die Gäste zum Mitsingen ein. Daniel Karnoll, Vorsitzender des Werkstattrats, bedankte sich bei Richard Stark und überreichte eine gerahmte Fotomontage. Als Tischdekoration hatten die Beschäftigten Teelichthalter aus Glas mit Fotos aus der Werkstatt beklebt. Sichtlich gerührt bedankte sich Stark: "Ihr habt mir den besten Arbeitsplatz ermöglicht, den ich mir vorstellen konnte."


Junge Leute im Blick

In der Werkstatt Schmeilsdorf arbeiten 65 Beschäftigte mit einer Behinderung. Ein Beschäftigungsschwerpunkt liegt auf der Montage von Metall- und Kunststoff-Produkten für Industrie und Wirtschaft.
"Mein Ziel ist, dass junge Menschen mit einer Behinderung bei uns anfangen", kündigt der neue Werkstattleiter Thomas Mahr an. red