Mit der starken Bevölkerungszunahme und den damit einhergehenden Anforderungen an die Infrastruktur hat sich die Adelsdorfer SPD beschäftigt und ihre Gedanken jetzt in zwei Anträge an den Gemeinderat und Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) gegossen.
Im ersten Antrag geht es um die Schaffung von weiteren öffentlichen Parkplätzen im Baugebiet Reuthsee. Dort würden zu jeder Wohneinheit zwei Parkplätze gehören. Für eine Familie mit zwei Autos sei das ausreichend, schreibt SPD-Gemeinderat Jörg Bubel. Wohin aber mit dem Auto, wenn Besuch kommt? In einem normalen Baugebiet werde das Auto einfach am Straßenrand abgestellt. Das gehe im Gebiet Reuthsee nur an wenigen Stellen. Ansonsten versperre man die Ausfahrt von anderen. Der Ärger sei programmiert, und deshalb sei es dringend notwendig, weitere öffentliche Parkplätze zu schaffen.


Eine Häuserzeile streichen?

Bereits jetzt, da erst etwa ein Drittel der Häuser bezogen sei, komme es zu Problemen mit zugeparkten privaten Stellplätzen. Bei rund 560 Häusern seien die eingeplanten rund 50 öffentlichen Parkplätze und minimalen Parkmöglichkeiten im Straßenbereich viel zu wenig. Deswegen soll die Verwaltung kurzfristig mit dem Investor des Baugebietes Gespräche führen, wie und wo weitere öffentliche Parkplätze geschaffen werden können. Es sollte geprüft werden, wo innerhalb des Gebietes zum Beispiel auf Straßen weitere öffentliche Parkplätze ausgewiesen werden können.
Weitere Möglichkeiten wären laut SPD zum Beispiel die Streichung einer oder mehrerer Häuserzeilen oder die Flächen für Garagen in öffentliche Parkflächen umzuwandeln und die Garagen dafür am Rand oder außerhalb des Baugebietes zu errichten. Auch der Bauherr habe die Pflicht, für ausreichende Freiräume und Parkmöglichkeiten zu sorgen.
Im zweiten Antrag beantragen die Sozialdemokraten, die Adelsdorfer Skateranlage zu erneuern und auszubauen und für die geplante Kindertagesstätte einen anderen Standort zu suchen. Es sei die Planung für eine erweiterte Skateranlage zu erstellen und die Finanzierung in die Haushaltsplanung 2019 aufzunehmen.


Auch an Teenager denken

Neben Spielplätzen benötige Adelsdorf auch eine attraktive Skateranlage für die zahlreichen
heranwachsenden Kinder und Jugendlichen. Für die Altersklasse ab zwölf Jahren seien die Spielplätze nicht ausgelegt. Die Gemeinde habe aber auch die Pflicht, diesen Kindern und Jugendlichen sinnvolle Freizeitaktivitäten zu ermöglichen. Die Skateranlage sei eine gute Möglichkeit.
Die Ausstattung und die Geräte sind alt und nicht mehr in einem guten Zustand. Die Eislauffläche werde als solche nicht mehr benutzt. Deshalb sei es sinnvoll, beide Flächen neu zu gestalten und eine attraktive Bahn und Freizeitmöglichkeit zu schaffen. Die Skaterbahn auf die Eislauffläche zu verlagern und in dem Bereich eine neue Kindertagesstätte zu errichten, schränke die Benutzung für Jahre erheblich ein und entspreche nicht den Anforderungen einer stark steigenden Bevölkerung. red